… nichts Neues in Koskanien…

Filmcrew!? Mit einem Typen, der deutlich jünger ist als ich, und den ich zwar als bekannt wahrnehme, aber weder im Traum noch jetzt im Wachen identifizieren kann, muss ich wieder einmal durch mehrere Prüfungsstationen. Die erste ist ein Catering-Team, das einen Filmstab versorgt, wobei der Mann am Wurstkessel belustigt anmerkt, ich würde ja gar nicht zum Stab gehören, was er offensichtlich zunächst ganz selbstverständlich angenommen hat; er versorgt mich aber trotzdem mit Imbiss.

Das könnte ein Tagesrest sein; nachdem ich am Samstag die Haare geschnitten bekommen habe, kamen schon wieder etliche dieser Rückmeldungen über meine Ähnlichkeit mit einem führendem Zynisten, O-Ton vox populi; vielleicht sollte ich mir ein T-Shirt bedrucken: „Nein, ich bin echt nicht der Harald!“

Dann rutschen mir die aus Wiener Würstchen geschnittenen Scheiben aus der Semmel und drei oder vier dieser Scheiben fallen auf die Erde. Eine junge Frau fährt mich an, die mein Typ  ist, d. h., diesem Ideal einer Tochter entspricht, das mein Vater hatte und das ich nie erreichen konnte, weshalb ich mich in Verkörperungen dieses Ideals immer wieder „verliebt“ habe, um sie nicht erschlagen zu müssen; man kann hieraus die Problematik meiner Partnerschaften bzw. „Partnerschaften“ ableiten ohne freudvolle Übungen mit Anna Lyse.

Es geht um meine Nachlässigkeit, um meine Schlamperei, um meine Nichtachtung der Mühen des Catering-Teams usw.; ich versuche mich bei dem holdem Wesen zu entschuldigen und es funzt aber nicht, nicht bestanden. In der Tiefe geht es um meine irrige Annahme, das Künstlerisch-Schöpferische, „Freiheit“ überhaupt, hätte etwas mit Missachtung von Normen und Regeln zu tun; so stellt sich klein Fritzchen den Künstler  vor usw.; eigentlich „ist“ das aber schon wieder mein Vater, das ist gar nicht meines.

Ich bin jetzt 55, körperlich, und bemerke immer öfter, wie sehr ich eingesperrt bin in frühe Prägungen, naturgemäß vor allem durch die Eltern. Nachdem ich vor ein paar Tagen mehrere YouTube-Clips über Justizvollzugsanstalten gesehen habe, scheint mir, dass die dort Inhaftierten Leute sein könnten, die aus dem eben oben angedeutetem Gefängnis im metaphorischem Sinne nicht heraus kommen und irgendwann in der realen Entsprechung landen, aber das ist jetzt ausdrücklich Spekulation und womöglich überspannt.

PS: Das war nur wieder ein Bruchteil der Traumprüfungen; den größeren Teil des traumhaften Geschehens habe ich vergessen.