Noch immer neigt der Klient zur Idealisierung von Frauen…*


Die Dame steht hier, und immerhin habe ich mich jetzt nah ran getraut…

Mir scheint, und mir scheint außerdem, dass es nicht nur mir so scheint, dass Ideale fehlen, große Ziele, etwas Transzendentes im Sinne Fromms, als etwas über die eigene Existenz und leibliche Bedürfnisse hinaus Weisendes, ein Leuchten am Horizont, eine mitreißende Idee, eine immaterielle Strukturvorgabe, die materialisieren zu sollen viele als lohnend empfinden usw.

Das ist es, was mir fast drei Jahrzehnte nach der Abwicklung des realen Sozialismus  auf der mentalen Zunge liegt, und diese Feststellung ist unabhängig davon, dass ich in den kleinen Dingen des Alltags  keine Leuchte bin usw.; natürlich ist mir klar, dass man hier eskapistische Tendenzen ausmachen könnte, indem man festzustellen nicht umhin kommt, dass Etliche sind, die im Hier und Jetzt nicht recht klar kommen und unter anderem deshalb ein Dort und Irgendwann ersehnen usw.

Das Tragikomische aber daran scheint mir, dass viele Leute im RealSoz etwas im eben angedeutetem Sinne Transzendentes gesehen zu haben scheinen, während er doch im Rückblick als von Anfang an chancenlos erscheint, da, wie immer, psychische Dynamik, insbesondere des Unbewussten, ausgeblendet wurde und deshalb, unter anderem deshalb, alles wieder von vorn los gegangen ist, mit anderem Fassaden-Anstrich, wieder gab es ein Oben  und ein Unten, ein Wir-hier-Drin  und ein Die-da-draußen, wieder gab es Desintegrierte, die rein  wollten, und als das nicht ging oder nicht zu gehen schien, ganz raus  usw. usw. usf.

* Ist aber auch eine Methode, sich von Frauen abzugrenzen – sie anhimmeln… – Sorry!