… immer mal die Kleinen am Rande beachten lohnt sich…

Hat mich schwer beeindruckt, falls das Jemanden interessiert…* Noch nie habe ich schriftlich oder mündlich meinen Gedanken mitgeteilt, dass ich Parteien an sich für anachronistisch halte; der Gedanke kam mir hier natürlich wieder. Eine weitere der Wachphantasien, über die ich etliche Male klagte, ich würde sie nicht aufs Papier oder den Monitor bringen, ist das Szenario einer Entdeckung oder Erfindung, die ein kleines Land zur bedeutenden Wirtschaftsmacht aufsteigen lassen würde; dergleichen oder zumindest Ähnliches ist zumindest in Ansätzen schon vorgekommen.

Zum Beispiel könnte es, so phantasiert der alternde Klient K. still missvergnügt vor sich hin, im Kosovo oder in Luxemburg oder eben in Litauen jemandem gelingen, die Photosynthese wirtschaftlich nutzbar technisch nachzuvollziehen; das wäre ein Knüller, denn Sonnenlicht ist unbegrenzt vorhanden noch für Milliarden Jahre und CO₂ ist bekanntlich nicht nur ausreichend, sondern zu viel um uns herum hienieden.

Man sieht, ich wiederhole mich alters- sowohl als auch störungsbedingt, ich habe Phantasie, aber… Bla.

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Einen grandiosen Satz, natürlich von Karl Valentin und überaus zutreffend, habe ich wiedergefunden, und ist denn mein Entzücken darob völlig meinerseits…

Das war noch ein goldenes Zeitalter bis 1914, dann ist der Saustall losgegangen.

* Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, denn ich stehe nicht auf Blonde, es sei denn, sie sind rothaarig; ich stehe überhaupt nicht auf Frauen, wie mehrfach bemerkt, weil ich das brutal finde; Mann kann sich auch behutsam drauflegen (um auf ein Erdbeben zu warten, genau!).

(… es denkt in ihm – er macht ja nichts…)

Macht jemand den Chef, weil er den besten Durchblick hat, sowohl bei der sachlichen Aufgabe der jeweiligen Gruppe als auch in deren Beziehungsgeflecht, oder vor allem, was Letzteres betrifft, als das eigentlich Wesentliche, oder macht jemand den Chef, weil er gern, d. h., immer den Chef machen will, ja, aus seiner Sicht muss, bis zur neurotisch zwanghaft fixierten und schließlich Symptome erzeugenden Rolle zur Kontrolle der Wirklichkeit, die ihn einmal übermannt und überrollt haben muss? Und wie weit und oft wiederholt sich hier im Großen, was immer wieder im Kleinem  stattfindet? Aber wie sollte man hier einen Maßstab anlegen, zum Bestimmen wirklicher Eignung, und wer sollte sich anmaßen, ihn anzulegen? – Fragen einer Sozialhilfe empfangenden Marginal-Person, nicht nach Brecht… Bla.

(… zusammenfassend gesagt – der Klient sieht sich neuerlich, im Unbewussten, als Vorsitzender der Milchstraße… alles klar…)

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Musik und Text weniger als Ergänzungen, Erweiterungen, Zierde, Höhepunkte des Alltags, sondern Schutzschild gegen den Alltag, vermutlich auch gegen das Aufgehen in der Gruppe; siehe den Typen in der Spülküche im Haus der ewigen Kindheit, 1999*, der nach jeweils einigen gespülten Tassen und Tellern ein bisschen trommelt, als könnte das, die andere Welt, das Künstlerische, weg sein, wenn er sich ganz auf den Alltag einlässt… usw…

Schreiben, neuerdings vielleicht auch Musik machen, um im Alltag unter Menschen etwas wie Selbstgefühl zu entwickeln, sich nicht aufzulösen, sich nicht als Chamäleon der Umwelt anzupassen, ja, völlig in ihr aufzugehen, aber richtig  schreiben geht immer noch nicht, im Sinne von eine Geschichte ausdenken, in der man sich dann verlaufen könnte im mehrfachem Sinne. Bla.

Gejammer eines älteren Herrn, der sein Leben verplempert hat… (?)

Aber hier noch ein wenig herbstliche Melancholie im Westpark in Sendling, in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren…

Und alsogleich die dialektische Ergänzung, just itzt; blühende Sträucher in welkender Landschaft, ach…

Alles Haschen nach Wind!

* Wenn ihr wüsstet, was ich mir alles gemerkt habe, oder was sich mein Ubw hinter meinem Rücken  gemerkt hat, hoho! „Dem Klienten gelingt es nach wie vor nicht, sich angemessen aus dem therapeutischem Feld zu lösen!“, würde Dr. Freudlos sagen. Hat er ja Recht, allein, es ist, *hüstel*, wenig Freude dabei… Jedoch bin ich ja ohnehin Anhedoniker, ach… Und „Wer nicht genießt, ist ungenießbar!“, wie wiederum Dr. Wecker anmerkte, und auch er hat Recht… bla…

(… Opa kann es nicht lassen…)

… Schwanthalerstraße, fast Ecke Bavariaring…

… Heckenstallerpark…

… und dies Letztere hier um die Ecke. Alles in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren. Vor einigen Monden gab es übrigens in einem Printmedium  die Möglichkeit der Einsendung von Graffitis abbildenden Lichtbildaufnahmen, was ich natürlich zu spät bemerkt habe; ich betreibe dergleichen ja schon seit etlichen Jahren mit verstohlenem Behagen fürwahr. Allein – was ist Ruhm? Gesehen werden. Wird dann das frühe diesbezügliche Defizit aufgefüllt? Wird es nicht, siehe die reihenweise abstürzenden Fachstars und Diplomkünstler.

Und das habe ich auch wiedergefunden, das hat Fallada an seine Mutter geschrieben und es wurde ihm wohl von Erich Kästner rückgemeldet, und ich will es hier „notieren“; d. h., ich will nicht nur, ich tue es auch…

„Irgendetwas ist in mir nie ganz fertig geworden, irgendetwas fehlt mir, so dass ich kein richtiger Mann bin, nur ein alt gewordener Mensch, ein alt gewordener Gymnasiast…“

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!

Wie gesagt – vor dem eigenem Garagentor bohnern. Oder so ähnlich.

Unterdrückung der Kunst in der DaDaeR, insbesondere der Filmkunst, bla bla bla… Heute wird ein Filmemacher 77, dem Sesselfu… äh… administrativ-betriebswirtschaftliche Führungspersönlichkeiten dermaßen Striche durch die Rechnung gemacht haben, dass die ganze Filmgeschichte darunter leidet; man stelle sich „Harry Potter“  in seiner Regie vor, das wäre ein Jahrhundertkunstwerk geworden, nicht nur ein Mainstream-Blockbuster! Oder so ähnlich. Bla.

Was lernt uns das? – Stolz und froh zu sein, ein Spießer zu sein!  Alles Haschen nach Wind! Gott ist tot und ich habe auch dauernd diese Schwindelanfälle!

… auch wieder besser als das Original…

… finde ich, und man muss das doch mal aussprechen dürfen… Auch glaube ich, dass es voll gut gekommen wäre, wenn die Macher von GoT sich derartige Musiker am Ursprung  geholt hätten, aber vielleicht wollten sie genau das vermeiden, weil es zu dicht am Klischee gewesen wäre. Des Merkens in gewissem Sinn und Maß würdig erscheint mir zudem, dass ich solche Funde im Netz immer mache, wenn ich ein bisschen weg getreten  bin; meine besten Soundpics  sind für mich die, bei deren Hören ich einpenne, hihihi. Sie nannten in Trancy, und er holte einlullende Mama nach.

Und hier wieder das Kontrastprogramm zum vorhergehendem Video; es scheint, dass ich ein bisschen  ambivalent sein könnte, *hüstel*…

Wenn ich recht informiert bin, man hat auch im hohem Alter lichte Momente, hat dieses „Finger-Tanzen“ tatsächlich etwas mit dem altem Ägypten zu tun, aber ich bin mir nicht sicher.

Gleichfalls ganz im Ernst verstehe ich nicht, dass manche Leute etwas gegen voll digitale Musik haben, sie für leblos, mechanisch usw. halten, während andere sich wiederum über Musikanten mit historischen Instrumenten mokieren usw.

Wenn da drinnen  was klingt, das irgendwie raus  soll, ich kann mich nicht so ausdrücken, wir berichteten mehrfach, dann ist es doch Wurscht, ob man auf Töpfen und Hölzern kratzt und klopft oder mit in der Natur nicht vorkommenden Sounds verstohlen vor sich hin samplet. Oder so. Oder nicht? Bla.

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!