(… der Morbide speit wieder Galle…)

Bis ich 18 bin, bleibe ich noch bei Mutti… Nein, das ist nicht nur zynisch usw.; immerhin ist mir aufgefallen, dass ich plötzlich an einer Stelle überdurchschnittlich kreativ-produktiv bin, an der ich selbst das nicht im Mindesten erwartet hätte, und dass das etwas mit der emotionalen Einbettung  zu tun haben könnte, wobei es, ich wiederhole mich, um die Quantität meiner klangmalerischen Bemühungen geht, nicht um die Qualität; mitnichten wünsche ich Oberbayerns Super-Nova zu werden usw., auch nicht im Unbewusstem. Bla.

Apropos nachholende Ich-Entwicklung – in unregelmäßigen Abständen werden immer wieder neue therapeutische Schulen entwickelt, die mehr oder weniger deutlich erklären, die ultimative Synthese wesentlicher therapeutischer Exerzitien anzubieten, und nun bin ich an die Schema-Therapie gekommen und war positiv überrascht.

Was mich aber des Weiteren überraschte, war die Verwendung des Wortes Beelterung, und ich habe mich gefragt, hinterfötziger Nestbescheißer, der ich bin, ob ein Schema-Therapeut jemals davon gehört hat, dass nachholende Ich-Entwicklung  nicht nur von Ammon entwickelt, sondern auch nachweislich erfolgreich umgesetzt wurde (bei mir nicht, aber ich bin halt ein Psychopath, jedoch seit 31 Jahren rund um die Uhr in In-vivo-Therapie bei wem auch immer, das wird schon noch).

Über die Frage aber, ob andererseits Mitarbeiter der dynamischen Psychiatrie etwas von Schema-Therapie gehört hätten, möchte ich das Mäntelchen der Nächstenliebe breiten, und hiermit breite ich. Wenn ich als Universal-Marginal-Person einen dürftigen Überblick über wesentliche Strömungen und Richtungen des Psycho-Clubs  hätte, weil ich Leidensdruck habe, müssten Fachleute erst recht einen solchen Überblick haben; hatte ich gedacht, süüüß. Stattdessen verblüffte mich eine seit Jahrzehnten tätige Therapeutin in Leitungsfunktion mit der offenbar ernst gemeinten Frage, was denn eine schizotype Persönlichkeitsstörung wäre; nur als Beispiel, ich kann mich auch noch an eine Situation erinnern, in der ich einer gleichfalls erfahrenen Fachmännin Unterschiede zwischen schizoider und schizotyper Persönlichkeitsstörung zu erklären versuchte und dabei feststellen musste, dass sie nicht zu wissen schien, dass es diese Unterschiede überhaupt gäbe, und der Fiedler lag aber oben auf dem Schrank (dabei ist das eigentlich einleuchtend für jedermann, indem z. B. oder vor allem der Schizoide nicht unter seiner Isolation leidet).

„Hier sieht sich der Klient Koske als großer Vermittler und Mediator; er wünscht, im Unbewusstem, Staatssekretär für Gesellschaftstherapie zu werden; es scheint ihm nicht gelungen, seine störungsspezifischen Größenphantasien hinreichend analytisch zu bearbeiten.“

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!

Ich würde mich überwachen lassen

Ein Zeichen der semiotischen Guerilla? Man findet es hier; auch dieses
Bild hat wieder schier nichts mit dem ihm nachgestelltem Text zu tun.

Erst ca. 200. Mal habe ich erwähnt, eine spezielle Art Untertanengeist zu entwickeln, und zwar dergestalt, dass ich immer wieder Gedanken, von denen ich überzeugt bin, dass sie nicht völliger Mist wären, erst zu äußern wage, wenn sie durch die Äußerungen irgendeiner Autorität bestätigt zu werden scheinen. Vor wenigen Tagen, am 25. Oktober, ist mir das bei der Lektüre der „Süddeutschen Zeitung“  passiert; ich lese die „SZ“  recht regelmäßig, wenngleich längst nicht mehr derart intensiv wie in meiner Zeit als Zusteller in Big B, um mir selbst zu suggerieren, dass ich den Kontakt zu einer geistigen Ebene nicht völlig verloren hätte.

Auf Seite 8 befand sich ein Artikel mit dem Titel „Das Ende der Kleinfamilie“, und mein erster Gedanke war ‚Schon wieder?‘, und dann aber habe ich mich gefragt, ob ich richtig lese. Der Beitrag ist, wohlgemerkt, nicht von einer Universal-Marginal-Person wie mir, sondern von einer Professorin für Politikwissenschaft an der Universität New Orleans. – New Orleans? Alles ist vernetzt und Opa kommt nicht mehr mit! Mindestens interessant ist zudem, oder scheint zumindest mir, dass die im Folgenden auszugsweise zitierten Aussagen eben nicht von einer Therapeutin oder Psychologin kommen.

„Kennen Sie das afrikanische Sprichwort ‚Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.‘?  Das führt zwar jeder im Mund, doch niemand lebt so. Zwei Bezugspersonen sind jedoch für ein Kind zu wenig.“

Leider sehe ich mich an dieser Stelle arroganter Weise gezwungen, darauf hinzuweisen, dass jede Wahrnehmung von der Lebenswelt abhängig ist, in der sie geäußert wird; Frau Professor hat gut reden, schön wäre es ja, wenn das jeder im Munde führen würde, dann wäre man endlich bei den Kriterien, die Unterdrückung  und Befreiung  wirklich ausmachen.

„Wieso funktioniert die hierzulande übliche Kleinfamilie Ihrer Meinung nach nicht?“ – „Das Problem ist, dass wir unsere Glückserwartung fast komplett in dieses Lebensmodell verschoben haben. Der Partner und die Kinder sollen uns froh machen, das Zuhause ist der Sehnsuchtsort*, an dem alles stimmen muss. Das ist so überfrachtet, dass es nicht funktionieren kann. Die Familie soll glücklich machen, aber sie tut es nicht.“ – „Warum nicht?“ – „Unsere Definition von Familie ist viel zu eng gefasst. ‚Vater, Mutter, Kinder‘, das sind viel zu wenige Personen, um sich gegenseitig sämtliche Bedürfnisse erfüllen zu können.“

Hier würde ich als arroganter Fatzke hinzufügen (das ist doch ungeheuerlich, was bildet sich dieser kleine Scheißer ein!), dass die eigene Familie zudem nachholen  soll, was man selbst als Kind entbehren musste, und das scheint mir einer der Faktoren, die dafür sorgen, dass in jeder Generation alles von vorn los geht, und dies eben unabhängig von der aktuellen politischen Fassadenfarbe usw.

„Wir glauben, Familie ist ein individuelles und intimes Thema. Das stimmt aber nicht. Es ist hochpolitisch.“**

Um wieder einmal den Ur-Jugendlichen H. Caulfield zu zitieren – „Das hat mich umgehauen.“  Derartige Gedanken kenne ich nur aus alternatiefsinnigen Kontexten wie experimentellen Kommunen usw., die noch einen Schritt weiter gehen, indem sie erklären, Liebe wäre ein politisches Thema, wenn nicht das. Was zutreffend ist – aber wen interessiert das schon? Wenn dergleichen aber nun von einer Professorin an hoher und höchster Stätte des Wissens geäußert wird, und noch dazu in einem Amerika, dem ein Herr mit toller Tolle vorsteht, dann scheint mir das die Ahnung eines Schimmers von Hoffnung.

Abschließend aber noch, therapeutisch schwer erreichbarem Geltungsdrang und Narzissmus geschuldet, meine Vermutungen, was die Doktoren Freudlos und Anna Lyse zu diesen meinen eben oben ausgeführten Ausführungen sagen würden.

„Der Klient K. bedient sich hier des für ihn überaus typischen Abwehrmechanismus‘ ‚Rationalisierung‘, um sich der Verantwortung nicht stellen zu müssen, die Familie und Elternschaft erfordern würden, und er verweigert damit neuerlich emotionale Reifung, indem er weiterhin in der neurotischen Rolle des ewigen Kindes verharrt.“  Usw., ich mache das lieber gleich selbst…

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!

PS: Trotz allem Ungemach hienieden spielt immer wieder dieser Phantasie in mir, wie eine Welt aussehen würde, in der man  mit demselben Engagement, mit derselben genialen Kreativität, mit der man  die Technik in den letzten Jahrtausenden entwickelte, usw., sich dem „Erforschen“ und Entwickeln usw. von Kontakt, Beziehung, Bindung, Gruppendynamik usw. widmen würde. – Süüüß, uns‘ Ost-Koske wieder, nicht wahr; ts ts ts…

** Auch interessant, dass dieses Wort als Rechtschreibfehler angezeigt wird.
** Ich gehe noch etwas weiter, indem ich behaupte, Familie wäre der Bereich menschlichen Lebens, der am meisten Supervision bräuchte, aber am wenigsten erhält, und meist erst, wenn buchstäblich das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Plötzlich Nililist? (… wenn es „Zynisten“ gibt, gibt es auch „Nililisten“… chch… sorry…)

Merkwürdig. – Mindestens! Nicht nur, dass auf dem Partnachplatz seit etlichen Monden ein öffentlicher Bücherschrank steht (in Schwabing steht der erste, und man hat den Versuch dann erfreulicherweise ausgeweitet, die  hatten mal ’ne gute Idee); es gibt auch unten im Besprechungs- und Brunchraum (eine Bezeichnung, die ich hiermit erfunden habe), ein Bücherregal, und da eine Marginalpersonen-Begleitungs-Beauftragte Bücher von Konsalik sammelt, und zwar, um sie zu lesen, bringe ich immer Bücher von Konsalik mit, die sie aber manchmal naturgemäß schon besitzt und dann abstellt in besagtem Personalparterre-Regal (eine Bezeichnung, die ich hiermit erfunden habe), und nun habe ich mir, denn vielleicht ist mir K. ja angemessener als Thomas Mann („Herr Koske, diese Selbsterkenntnis hätten wir Ihnen nicht zugetraut; Sie erhalten ein Bienchen ins Große Galaktische Klassenbuch!“), „Leila, die Schöne vom Nil“ gekrallt; was für ein Titel, Alter, ich werde nie Diplom-Autor; und habe wieder diesen schon sehr häufig erlebten zauberhaften Effekt des ersten Aufschlagens und Anlesens  erlebt…

Nun, da stand etwas, und schon auf Seite 2, über einen Professor, der kurz vor seinem größtem Triumph, und zwar als Archäologe in Ägypten, eine Lähmung mit Sprachausfall erlitten hätte, und zwar vermutlich infolge eines Schlaganfalls.

Das fand ich ein bisschen  makaber, denn es erinnerte mich an meine ersten Minuten im Haus der ewigen Kindheit. Ich war, natürlich, statt zum vereinbarten Zeitpunkt, vierzehn oder fünfzehn Uhr, erst gegen halb elf Uhr abends dort aufgeschlagen, und meine erste Begegnung war die mit einem Mann, der den Status innehatte, in dem ich mich jetzt befinde, indem er ein sogenannter älterer Herr  war, und dieser Edelsilberhäuptige schien mir durch seinen Auftritt, „Man zeigte sich.“ *, das Klischee vom Irrenhaus  vorführen zu wollen, wobei ich erheitert war, weil ein anderer Klient ihn mit „Herr Professor“  angesprochen hatte.

Es stellte sich schnell heraus, dass diese Anrede nicht ironisch, vielmehr der Mann tatsächlich Professor war, und zwar für Archäologie; er hatte mitten bei Forschungen im Nahen Osten einen Schlaganfall erlitten, nach dem er nicht mehr arbeitsfähig war, und er mauerte  nun, er wollte nicht mehr, er wehrte sich gegen jegliche Therapieversuche, nicht nur gegen psychotherapeutische, und er nervte Team und Klienten ganz schön, was allerdings jedermann sehr gut verstehen können müsste, wie ich glaube.

Der damalige Chefarzt, das waren Zeiten, sorry, stellte der Großgruppe ein Ultimatum; alle, die dafür wären, dass der Professor im HdeK verbleiben sollte und nicht gleich ins Pflegeheim verbracht, sollten sich in die Mitte setzen, und innerhalb weniger Sekunden saßen alle Klienten in der Mitte und der Prof blieb. Ich war heftig beeindruckt, und das meine ich ohn‘ alle Bemäntelung und Gleisnerei **; der Chef hatte mich längst „erkannt“ und mit gut dosierter Ironie angemerkt, ich müsste nicht gleich alles mitmachen, sondern könnte erst mal so gucken, nich‘, vgl. Sloterdijk zum Tod des Beobachters  usw.

Warum ich das jetzt aufschreibe? – Na ja, ältere Herren  werden schnell, und gern, sentimental, *hüstel*…

PS: Bla.

** Mark Twain, „Die Abenteuer des Tom Sawyer“, sorry.
**Thomas Mann, „Dr. Faustus“, sorry.

Dr. Gundermann zum Thema „Wahlen“ (gilt immer)

„Der Klient R. K. sieht sich neuerlich, im Unbewussten, als Euro-Kanzlerin und wünscht Deutschland mit Hypnose zu heilen!“ – Dank an Dr. Freudlos für diese neuerlich erhellende Verbalisierung emotionalen Inhalts!

Schon vor Monaten habe ich etwas zu meinem Thema  gefunden, das mich, ohne Ironie usw., erst einmal sprachlos machte (bekanntlich, Ironie-Modus an, ein sehr seltener Zustand bei mir), und zu dem ich wahrscheinlich noch was sagen werde; ein interessanter Zufall war, oder eben „Zufall“, dass ich ohnehin gerade auf Dytto aufmerksam geworden war, weil ich sie, Popping John und Nonstop für die Besten der Besten  halte, wie es in, gnihi, „Men in Black“  heißt; nein, ich bin kein Stalker (sie ist ja nicht rothaarig usw., und was ich hier mit „usw.“  meine, weiß ich selbst nicht, aber das hat so was Lässig-Literarisches,*hüstel*).

So weit wieder das Wort zum Sonntag aus der Unterschicht…

Noch ’n Götzensturz… – ein heilsamer?

Das wiederholt sich zum wiederholtem Male; ich finde einen alten Beitrag aus meiner Feder bzw. Tastatur, fühle etwas wie Erstaunen, dass ich das geschrieben habe und denke, der wäre ja gar nicht so schlecht; dieser Beitrag ist vom 03.04.2015, ich habe ihn nur ein bisschen redigiert und poste ihn hier, weil er mir ganz brauchbare Gedanken zu enthalten scheint, die ich im mehrfachem Sinne festhalten möchte.

***

Eine Blogfreundin hat mich sehr kürzlich auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht, von dem ich nicht sagen will, er hätte mich umgehauen, weil mir das selbst langsam abgedroschen vorkommt, weswegen ich anmerke, und zwar hiermit, dass er in mir umgeht.

Eine Art Trend, dass alle vom Sockel geholt werden, das nichts mehr ist, wie es schien, dass alle Gewissheiten schwinden usw.? – Bla.

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… nichts Neues in Koskanien…

Filmcrew!? Mit einem Typen, der deutlich jünger ist als ich, und den ich zwar als bekannt wahrnehme, aber weder im Traum noch jetzt im Wachen identifizieren kann, muss ich wieder einmal durch mehrere Prüfungsstationen. Die erste ist ein Catering-Team, das einen Filmstab versorgt, wobei der Mann am Wurstkessel belustigt anmerkt, ich würde ja gar nicht zum Stab gehören, was er offensichtlich zunächst ganz selbstverständlich angenommen hat; er versorgt mich aber trotzdem mit Imbiss.

Das könnte ein Tagesrest sein; nachdem ich am Samstag die Haare geschnitten bekommen habe, kamen schon wieder etliche dieser Rückmeldungen über meine Ähnlichkeit mit einem führendem Zynisten, O-Ton vox populi; vielleicht sollte ich mir ein T-Shirt bedrucken: „Nein, ich bin echt nicht der Harald!“

Dann rutschen mir die aus Wiener Würstchen geschnittenen Scheiben aus der Semmel und drei oder vier dieser Scheiben fallen auf die Erde. Eine junge Frau fährt mich an, die mein Typ  ist, d. h., diesem Ideal einer Tochter entspricht, das mein Vater hatte und das ich nie erreichen konnte, weshalb ich mich in Verkörperungen dieses Ideals immer wieder „verliebt“ habe, um sie nicht erschlagen zu müssen; man kann hieraus die Problematik meiner Partnerschaften bzw. „Partnerschaften“ ableiten ohne freudvolle Übungen mit Anna Lyse.

Es geht um meine Nachlässigkeit, um meine Schlamperei, um meine Nichtachtung der Mühen des Catering-Teams usw.; ich versuche mich bei dem holdem Wesen zu entschuldigen und es funzt aber nicht, nicht bestanden. In der Tiefe geht es um meine irrige Annahme, das Künstlerisch-Schöpferische, „Freiheit“ überhaupt, hätte etwas mit Missachtung von Normen und Regeln zu tun; so stellt sich klein Fritzchen den Künstler  vor usw.; eigentlich „ist“ das aber schon wieder mein Vater, das ist gar nicht meines.

Ich bin jetzt 55, körperlich, und bemerke immer öfter, wie sehr ich eingesperrt bin in frühe Prägungen, naturgemäß vor allem durch die Eltern. Nachdem ich vor ein paar Tagen mehrere YouTube-Clips über Justizvollzugsanstalten gesehen habe, scheint mir, dass die dort Inhaftierten Leute sein könnten, die aus dem eben oben angedeutetem Gefängnis im metaphorischem Sinne nicht heraus kommen und irgendwann in der realen Entsprechung landen, aber das ist jetzt ausdrücklich Spekulation und womöglich überspannt.

PS: Das war nur wieder ein Bruchteil der Traumprüfungen; den größeren Teil des traumhaften Geschehens habe ich vergessen.

Traumhafte Antwort auf mein letztes Posting

Ich bin in einem sehr großem Raum, der mich an einen Raum in dem Bereich erinnert, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, aber mir fällt weder im Traum noch auch jetzt im Wachen ein, welcher Raum gemeint ist. Er ist sehr weitläufig und halb im Souterrain; es könnte eine Hobbit-Höhle „enthalten“ sein, worauf auch viele rustikale Einrichtungsgegenstände deuten, die aus massivem Holz zu sein scheinen. Ein Zug oder eine Kompanie Infanteristen stürmt das Gelände und auch das riesige Blockhaus, wobei die Einheiten mich überhaupt nicht beachten; es passiert das, was in solchen Träumen häufig, wenn nicht immer geschieht, indem ich Kontakt aufzunehmen versuche nicht aus einem Bedürfnis nach Kontakt, sondern weil ich glaube, dass man das so macht, und leider keinen Erfolg habe in der Weise, dass ich wie unsichtbar und unhörbar agiere.

Ich brülle, und komme mir dabei eben selbst dämlich vor, weil ich nicht weiß, ob man das so macht, ob der Kommandeur in der Nähe wäre oder wenigstens ein Offizier; die Szene löst sich in unwohl bekannter Weise auf, da ich die Prüfung nicht bestehe, d. h., mich gewissermaßen nicht an den Text einer Art Drehbuch halte, das außer mir alle zu kennen scheinen, ja, dessen Kenntnis selbstverständlich zu sein scheint. Zudem erscheint es mir schon im Traum grotesk, dass ich überprüfe, welche Maschinenpistolen die Einheiten benutzen; ich prüfe, ob eine AK 47 dabei ist, aber das ist nicht der Fall.

Dann bin ich, wieder einmal, „nach Hause kommen, landen“, in und vor dem Hausaufgang in der Robert-Koch-Straße in Hütte, in dem ich etwa von 1970 bis zum feldgrau dämmerndem Morgen des 04.11.1980 lebte, und ich fummele und knutsche mit einem rothaarigem Mädchen, das ich gleichfalls weder im Traum noch in der Realität erkenne; nicht nur in dem Aufgang, sondern im ganzem Wohnblock gab es keinen solchen Rotschopf, leider, sorry. Es fühlt sich sehr gut an, ich habe auch schon eine Hand in ihrem Höschen, aber dann „kippt“ auch hier die Situation; das Mädchen lässt irgend etwas fallen, und während ich mich danach bücke, liegt dieses Etwas (ich weiß nicht genau, um was es sich handelt) zwischen den Beinen zweier anderer Mädchen; sozusagen plötzlich, denn bis zu diesem Moment waren die Mädchen noch nicht da. Sie stehen nur einen Schritt entfernt, und das ist deshalb merkwürdig, weil ich in der so genannten Realität nie mit einem Mädchen knutschen würde, wenn zwei andere eine Armlänge entfernt stehen; Spießer durch und durch.

Während ich den verlorenen Gegenstand suche, scheint mir sicher, dass die Prüfung in der Wahl zwischen dem sehr schönem rothaarigem Mädchen und einem der beiden plötzlich erschienen Mädchen bestehen könnte, das zwar nicht annähernd so attraktiv ist wie die Rothaarige, aber eine geistreiche Bemerkung macht, über die alle lachen müssen. Meine Verunsicherung, ob ich mich richtig verhalte, führt zur üblichen Auflösung der Szene; die Luft ist raus

Dann kommt ein Wiederholungstraum; wieder bin ich in diesem hölzern hobbithöhlenähnlichen Raum, wieder wird der Raum gestürmt, und dieses Mal stößt nicht nur ein Soldat eine MPi Kalaschnikow durch ein Fenster, sondern feuert eine Salve in den Raum, allerdings gewissermaßen als Warnschuss, indem er absichtlich an mir vorbei schießt. An mehr kann ich mich nicht erinnern, nur an die Tatsache, dass ich die Prüfung voll vermassele…

So vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind, bzw. die Nächte, so geht das seit 30 Jahren (eben kam wieder per Mental-Funk ‚Huhu?!‘; wer immer da zugange ist, der Scheiß hat was Genialisches), und es ändert sich aber nichts mehr, ich bin unrockbar, aber es gibt Schlimmeres…

Bla.

(… mein System Ubw sucht nach einem Katzenmädchen Katt…) … (… ?…)*

Ich bin in einem Raum, der mir bekannt vorkommt, den ich aber nicht wirklich identifizieren kann; es könnte mein Zimmerchen in diesem Fasangartenhaus sein. S., ein Mitschüler in der vierten bis zehnten Klasse, hat sich in einen Sessel gelümmelt und die Beine auf den Tisch gelegt, und zwar demonstrativ übertrieben. Das ist ein Tagesrest; ich habe gestern auf einer Map das Haus „besichtigt“, in dem S. gewohnt hatte, unter anderem und zunächst, einen Block neben meinem, auf der anderen Straßenseite.

Der Auftritt von S. wundert mich schon im Traum, denn derjenige, der mich damals als in der Spur festgefahren wahrnahm und mich zu rocken  versuchte, war eigentlich K., der in dem Block gegenüber dem von S. wohnte; der ist, zum Beispiel, in mein Elternhaus gelatscht, obwohl ich, ach Gottchen, keinen rein lassen sollte, und hat sich dann in dieser Saloon-Pose im Kinderzimmer positioniert, um den zivilcouragierten Rebellen in mir zu wecken, aber, ach, ich hatte doch längst die innere Kündigung  getätigt, unbewusst und damit umso wirksamer

Dann sitze ich an einem Schreibtisch am oder unterm Fenster; das könnte in PAF sein, in meinem Zimmer über dem PROP, für dessen Klienten man mich offenbar des Öfteren gehalten hat. Ich halte den Herrn Schnurrefix Ramses in den Armen und bin, Überraschung, begeistert. Aber irgend etwas ist mit seinen Augen; das ist wieder ein Tagesrest, ich habe gestern oder vorgestern bei YouTube ein audiovisuelles Kommunikat über und mit Meister Hohlbein rezipiert; der sitzt stundenlang da und spinnt sich Einen an, der darf das, weil er Erfolg hat. Dann dreht der Kater betont langsam den Kopf und ich stelle fest, dass er ein zweites Gesicht  hat; ich bin schon im Traum ratlos und wache auf.

Gott ist tot – und ich habe auch dauernd diese Schwindelanfälle! Guten Tag, zahlreich Abwesende!

* Igitt – U-Literatur