Wie gesagt – vor dem eigenem Garagentor bohnern. Oder so ähnlich.

Unterdrückung der Kunst in der DaDaeR, insbesondere der Filmkunst, bla bla bla… Heute wird ein Filmemacher 77, dem Sesselfu… äh… administrativ-betriebswirtschaftliche Führungspersönlichkeiten dermaßen Striche durch die Rechnung gemacht haben, dass die ganze Filmgeschichte darunter leidet; man stelle sich „Harry Potter“  in seiner Regie vor, das wäre ein Jahrhundertkunstwerk geworden, nicht nur ein Mainstream-Blockbuster! Oder so ähnlich. Bla.

Was lernt uns das? – Stolz und froh zu sein, ein Spießer zu sein!  Alles Haschen nach Wind! Gott ist tot und ich habe auch dauernd diese Schwindelanfälle!

Brav das Pensum erfüllt…

Gestern und heute habe ich jeweils weit mehr als die magischen 1000 Wörter täglich  geschrieben, und zwar hier, falls das Jemanden interessiert, wie Herr H. Caulfield gesagt hätte, was sich inzwischen herum gesprochen haben sollte.

Eine weitere der ersten Fassungen, die nach der überaus zutreffenden Aussage eines gestandenen Autors  oft, mit Verlaub, Mist sind; allein, es muss erst einmal und endlich alles raus, dann werde ich sehen können wollen, was sich daraus machen lassen können dürfte. Bla.

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Gestern habe ich mir nach dem Wirbel um Kevin Spacey, der selbst mich Universal-Marginal-Person erreichte, wieder einmal „American Beauty“ rein gezogen, und ich musste bei diesem Film an die Aussage einer bekannten Kritikerin denken, es gäbe unter Filmleuten diese Redewendung, da wäre Gott über die Leinwand gegangen. Selbst der morbide Zynist  Koske war immer wieder ganz still ganz angerührt; ich pflege die Rezeption von audiovisuellen Kommunikaten  meist mit mürrisch gebrabbelten Selbstgesprächen zu begleiten, damit die mich überwachenden Kameraden Volksschützer*  auch was zu lachen haben.

Beim erstem Ansehen des Films vor etlichen Jahren war ich überzeugt, mich eigentlich mit Lester Burnham identifizieren zu sollen, dessen Grundstimmung ich glaubte nachvollziehen zu müssen auch ohne etwas erreicht zu haben  wie Familie, Haus, Wagen usw., stattdessen ich mich mühelos in den jungen Nachbarn einfühlte; und: nein, ich habe Haschisch weder geraucht noch auch gedealt.

Gestern ging eine ganz andere Frage in mir um, nämlich, wie es nun weitergehen würde mit Jane und Ricky… Würden die es schaffen, durch den gewaltsamen Ausbruch aus den äußeren Umständen ihres Lebens auch innere Veränderungen zu erleben, oder würden sie stattdessen nach einer Weile die seelischen Mechanismen reproduzieren, denen sie zu entkommen suchten? – Man könnte natürlich sagen, dass ich jetzt mein eigenes Erleben nach einer derartigen, allerdings allein vollzogenen Flucht projizieren würde, aber, ach, ist dergleichen nicht vielmehr der berüchtigte Lauf der Dinge? Alles Haschen nach Wind, und das härteste Gefängnis sind die eigenen neurostrukturellen Prägungen.

* Franz Fühmann, „Saiäns-Fiktschen“.

Vereinzelt gibt es doch noch was Anderes als Apokalypse*

Opa ist gerührt, nicht geschüttelt, und will sich das Teil rein ziehen  schon allein deshalb, weil Master Oldman vermutlich wieder alle an die Wand spielt, und wenn ich nicht so faul, resigniert, depressiv, müde, alt usw. wäre, würde ich was dafür tun, dass diese(r) Roman(reihe) verfilmt würde, zumal diese Geschichte an den Plot  des eben oben vorgestellten Filmes erinnert; es scheint mir nicht nur grandios, sondern auch völlig von den üblichen Mustern der SF abweichend, in den Mittelpunkt der Handlung Kinder zu stellen, die sich gegen die sehr realistisch erscheinende, da aus Kostengründen drohende Auflösung einer Mars-Kolonie wehren, weil sie auf dem rotem Planeten geboren und aufgewachsen sind und ihn daher in gewissem Sinn und Maß als ihre Heimat ansehen.

Dann würde ich schließlich einen Blockbuster  über die Bewässerung der Sahara oder die Lösung des Welthungerproblems anleiern, mit Arni in der Hauptrolle; allein, es besteht kein Grund zur Beunruhigung, ich bin bereits in einer Einrichtung.

(… geh‘ lieber wieder arbeiten, Pennersieht nicht ein, dass er völlig unbegabt istsiehtasichwieda als Filmrehschissör, höhöhöwillnichabeitinn, weillan Wäpplock hat… schon gut, schon gut – das ergibt sich… ich mache nichts – mir geschieht alles…)

PS: Bla.

* Das Blöde ist eben, wie gesagt, dass die Apokalyptischler ihr Handwerk verstehen… Bla bla.

„Das Leben der Anderen“…

… ist eben kein Stasifilm, sondern ein Beitrag zum Thema „Ausschluss von Wirklichkeit“, über das der Philosoph Wolfgang Welsch ausführlich geschrieben hat, vorgeführt am zugegebenermaßen extrem zugespitzten Beispiel Stasi… Und weil ich gerade dabei bin – „Einer flog über das Kuckucksnest“  ist kein Film über Klapsmühlen, sondern ein Beitrag darüber, was passieren kann, wenn die klassische Einheit von Ort, Zeit und Handlung (nach Aristoteles) zu Ghettomacke und Lagerkoller eskaliert (korrekt, damit kenne ich mich aus), vor allem deshalb, weil überhaupt keine supervidierend-korrigierende demokratische Kontrolle von außen mehr stattfindet; dies vorgeführt am zugegebenermaßen extrem zugespitztem Beispiel Irrenhaus

(… warum auch oder gerade im 21. Jahrhundert diese katastrophal mittelalterliche Terminologie, „Irrenhaus“  usw…. weil es zur Sache geht und um die Wurst, nämlich um das, was den Menschen zum Menschen macht, die psychische Dynamik… und – nur nicht dran rühren; alle die ganz frühen Verletzungen und Kränkungen kämen wieder hoch… bla…)

Ich komme gerade jetzt drauf, weil ich ganz leichte Befürchtungen habe, dass man  (wie originell, hatten wir noch nicht!) wieder ein bisschen Stasi und Kuckucksnest in mich hinein deutet; ich fege immer unten vorm Haus, und ich bin ja 2008 im Haus der ewigen Kindheit völlig ausgetickt; außerdem schreibe ich auch gerade wieder Berichte.