Als Opa die Pads mit Schreibmaschinentasten verwechselte

 

Oder: Der Kneipenchor reinigt im Geräteschuppen die Kehlen…

 

 
 

 
Irgendwo muss man ja anfangen; im nächsten Leben… – hab‘ ich schon gesagt. Es gibt voll coole Mitbürger, die älteren Marginalpersonen possierlich-handliche Hardware zur Strukturierung von Geräuschen überlassen – ein Hoch auf die coolen Leute!!! Is‘ nix mit bisschen Tasten drücken; man braucht etliche Übung allein schon dafür, um denselben Ton paar Mal zu wiederholen, und dabei sind diese Teile lange nicht so anschlagsensibel, oder wie das heißt, wie die Pads oder „Tasten“ bei Ableton oder Maschine (da sind auch die Pads so schön bunt und passen viel besser in mein poesiealbumsendes Blog). Trallala. Bla. Im nächsten Leben… – hab‘ ich schon gesagt.

PS: Eine richtige  schulische Unterweisung wäre echt nicht schlecht; im nächsten Le… – hab‘ ich schon gesagt.

Was ich mir so einverleibe gegen mein humanontogenetisches Elend

War sie gemeint? Hallo, Weltgeistin? Offenbar habe ich seit meinem persönlichem Wendepunkt vor 31 Jahren bereits Schuldgefühle, wenn ich eine Frau auch nur sympathisch finde, worüber ich in der Fachliteratur nichts gefunden habe; auch hat sich mein Eindruck verstärkt, dass man ohne Hut oder Mütze kein Künstler ist, aber das natürlich wieder am Rande und nebenbei. – Das war der Traum zum Sonntag, meine zahlreichen Nichtleser; seit langem war dieser Effekt nicht so ausgeprägt, dass meine von wo auch immer gesendeten Träume tausendmal bunter und „echter“ sind als alles, oder jedenfalls fast alles, was ich bisher in dem Bereich erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Zwei Frauen fahren auf dem Fahrrad an mir vorbei, in Dirndln oder jedenfalls in bajuwarischer Stammestracht, wenn ich mich recht entsinne, und da ich im Traum witzig und originell bin, ist eine von Beiden die Bassistin der Landshapes, und sie sagt: „Finger weg!“

Jedenfalls finde ich dergleichen voll lustich, ejh, falls das Jemanden interessiert, und ich ziehe mir jetzt regelmäßig ein paar solche Teile rein; ist ja besser, als etwa im „Hirsch“ oder im „Schwan“ abzuhängen, hihi; ich hatte bereits an anderer Stelle geflissentlich eingeflochten, dass ich allein deshalb kein Kabarett mache, weil das Fach der komischen Alten überall besetzt ist.

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In der Nacht zum 05.09. aber wurde mir geträumt, dass ich eine Neubauwohnung zugewiesen bekommen hätte; symbolische Wunscherfüllung für von Störungen des schizoformen Spektrums Betroffene, gewiss, aber die Atmosphäre war sehr realitätsnah, weil das alte Kind Ron in der Wohnung extrem fremdelte. Zudem wurde die Wohnung von Wassermassen überflutet, deren Ursprung unklar bleibt, und derartige Wassereinbrüche können Hinweise des dreimal vermaledeiten Unbewussten auf drohende psychotische Episoden sein. Ich versuche, mit einem großem Straßenbesen das bis kurz unter meine Knie stehende Wasser aus der Wohnung zu kehren, wobei ich feststelle, dass die Wohnung über einen sehr großen Balkon verfügt, von dem aus ich auf eine große Baustelle sehe, die allerdings atmosphärisch eher hoffnungsfroh wirkt.

So vergehen die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind, und Opa musste einfach wieder petzen…

Bla.

… und dass ich nicht auf den 11.09. eingegangen bin, war Absicht…