(… der Künstler beginnt seine poststupide Periode…)

Auch ein Therapeut, vor etlichen Monden in PAF… Auch dieses Bild hat nichts mit dem Text zu
tun, auch dieses Bild dient nur der Auflockerung, *hüstel*. Jedenfalls ist ohne Kater alles Käse!

Dass in der U-Literatur  manchmal, wenn nicht häufig, tiefere Lebenskenntnis erlebbar wird als in der E-Literatur, ist dermaßen nichts Neues, dass sogar ich schon darauf gekommen bin; dennoch und erst recht war das heute morgen ein grotesk-grandioser Einstieg in den Tag.

Seit einiger Zeit habe ich in meinem SuB, dem Stapel ungelesener Bücher, nicht dem passiven Partner im BDSM, har har, und es sind eigentlich drei Stapelchen, aber das behalte ich für mich, drei Romane von Mankell zu liegen, den ich spätestens für einen weisen Mann halte, seit ich erfahren habe, dass er in Maputo ein Theater gegründet hat, und einer ist „Die falsche Fährte“. Aus Gründen, über die ich gar nicht nachdenken wollte, weil ich sonst heute nachmittag noch nicht gefrühstückt hätte, habe ich dieses Buch aufgeschlagen, eine Taschenbuchausgabe, dtv, 5. Auflage Dezember 2001, und auf Seite 6 fand ich Folgendes…

Vergebens werd ich biegen, werd ich rütteln,
das alte, unerbittlich harte Gitter
– es will sich dehnen nicht, es will nicht brechen
denn in mir selbst geschmiedet und genietet ist das Gitter,
und erst wenn ich zerbrech, zerbricht das Gitter.
Aus „En Ghasel“  von Gustaf Fröling

Es dehnt sich schon – als Gummizaun, aber das am Rande; jedenfalls hat mir diese unvermutete Morgengabe die Kraft gegeben, auch diesen Tag zu beginnen, yippieh! *Hüstel* Sorry! – Natürlich ist das kein Freibrief für lethargische Schicksalsergebenheit, vielmehr es uns nicht gegeben ist, das Werk zu vollenden, aber es ist uns auferlegt, nicht davon abzulassen; das steht im Talmud, was ich von Dr. Feuchtwanger weiß, denn wir hatten zwar im Osten zu wenig Buchstaben, aber lesen kann ich.

Bla.

Lies mehr

Brav das Pensum erfüllt…

Gestern und heute habe ich jeweils weit mehr als die magischen 1000 Wörter täglich  geschrieben, und zwar hier, falls das Jemanden interessiert, wie Herr H. Caulfield gesagt hätte, was sich inzwischen herum gesprochen haben sollte.

Eine weitere der ersten Fassungen, die nach der überaus zutreffenden Aussage eines gestandenen Autors  oft, mit Verlaub, Mist sind; allein, es muss erst einmal und endlich alles raus, dann werde ich sehen können wollen, was sich daraus machen lassen können dürfte. Bla.

***

Gestern habe ich mir nach dem Wirbel um Kevin Spacey, der selbst mich Universal-Marginal-Person erreichte, wieder einmal „American Beauty“ rein gezogen, und ich musste bei diesem Film an die Aussage einer bekannten Kritikerin denken, es gäbe unter Filmleuten diese Redewendung, da wäre Gott über die Leinwand gegangen. Selbst der morbide Zynist  Koske war immer wieder ganz still ganz angerührt; ich pflege die Rezeption von audiovisuellen Kommunikaten  meist mit mürrisch gebrabbelten Selbstgesprächen zu begleiten, damit die mich überwachenden Kameraden Volksschützer*  auch was zu lachen haben.

Beim erstem Ansehen des Films vor etlichen Jahren war ich überzeugt, mich eigentlich mit Lester Burnham identifizieren zu sollen, dessen Grundstimmung ich glaubte nachvollziehen zu müssen auch ohne etwas erreicht zu haben  wie Familie, Haus, Wagen usw., stattdessen ich mich mühelos in den jungen Nachbarn einfühlte; und: nein, ich habe Haschisch weder geraucht noch auch gedealt.

Gestern ging eine ganz andere Frage in mir um, nämlich, wie es nun weitergehen würde mit Jane und Ricky… Würden die es schaffen, durch den gewaltsamen Ausbruch aus den äußeren Umständen ihres Lebens auch innere Veränderungen zu erleben, oder würden sie stattdessen nach einer Weile die seelischen Mechanismen reproduzieren, denen sie zu entkommen suchten? – Man könnte natürlich sagen, dass ich jetzt mein eigenes Erleben nach einer derartigen, allerdings allein vollzogenen Flucht projizieren würde, aber, ach, ist dergleichen nicht vielmehr der berüchtigte Lauf der Dinge? Alles Haschen nach Wind, und das härteste Gefängnis sind die eigenen neurostrukturellen Prägungen.

* Franz Fühmann, „Saiäns-Fiktschen“.

(… der Morbide speit wieder Galle…)

Bis ich 18 bin, bleibe ich noch bei Mutti… Nein, das ist nicht nur zynisch usw.; immerhin ist mir aufgefallen, dass ich plötzlich an einer Stelle überdurchschnittlich kreativ-produktiv bin, an der ich selbst das nicht im Mindesten erwartet hätte, und dass das etwas mit der emotionalen Einbettung  zu tun haben könnte, wobei es, ich wiederhole mich, um die Quantität meiner klangmalerischen Bemühungen geht, nicht um die Qualität; mitnichten wünsche ich Oberbayerns Super-Nova zu werden usw., auch nicht im Unbewusstem. Bla.

Apropos nachholende Ich-Entwicklung – in unregelmäßigen Abständen werden immer wieder neue therapeutische Schulen entwickelt, die mehr oder weniger deutlich erklären, die ultimative Synthese wesentlicher therapeutischer Exerzitien anzubieten, und nun bin ich an die Schema-Therapie gekommen und war positiv überrascht.

Was mich aber des Weiteren überraschte, war die Verwendung des Wortes Beelterung, und ich habe mich gefragt, hinterfötziger Nestbescheißer, der ich bin, ob ein Schema-Therapeut jemals davon gehört hat, dass nachholende Ich-Entwicklung  nicht nur von Ammon entwickelt, sondern auch nachweislich erfolgreich umgesetzt wurde (bei mir nicht, aber ich bin halt ein Psychopath, jedoch seit 31 Jahren rund um die Uhr in In-vivo-Therapie bei wem auch immer, das wird schon noch).

Über die Frage aber, ob andererseits Mitarbeiter der dynamischen Psychiatrie etwas von Schema-Therapie gehört hätten, möchte ich das Mäntelchen der Nächstenliebe breiten, und hiermit breite ich. Wenn ich als Universal-Marginal-Person einen dürftigen Überblick über wesentliche Strömungen und Richtungen des Psycho-Clubs  hätte, weil ich Leidensdruck habe, müssten Fachleute erst recht einen solchen Überblick haben; hatte ich gedacht, süüüß. Stattdessen verblüffte mich eine seit Jahrzehnten tätige Therapeutin in Leitungsfunktion mit der offenbar ernst gemeinten Frage, was denn eine schizotype Persönlichkeitsstörung wäre; nur als Beispiel, ich kann mich auch noch an eine Situation erinnern, in der ich einer gleichfalls erfahrenen Fachmännin Unterschiede zwischen schizoider und schizotyper Persönlichkeitsstörung zu erklären versuchte und dabei feststellen musste, dass sie nicht zu wissen schien, dass es diese Unterschiede überhaupt gäbe, und der Fiedler lag aber oben auf dem Schrank (dabei ist das eigentlich einleuchtend für jedermann, indem z. B. oder vor allem der Schizoide nicht unter seiner Isolation leidet).

„Hier sieht sich der Klient Koske als großer Vermittler und Mediator; er wünscht, im Unbewusstem, Staatssekretär für Gesellschaftstherapie zu werden; es scheint ihm nicht gelungen, seine störungsspezifischen Größenphantasien hinreichend analytisch zu bearbeiten.“

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!

Ich würde mich überwachen lassen

Ein Zeichen der semiotischen Guerilla? Man findet es hier; auch dieses
Bild hat wieder schier nichts mit dem ihm nachgestelltem Text zu tun.

Erst ca. 200. Mal habe ich erwähnt, eine spezielle Art Untertanengeist zu entwickeln, und zwar dergestalt, dass ich immer wieder Gedanken, von denen ich überzeugt bin, dass sie nicht völliger Mist wären, erst zu äußern wage, wenn sie durch die Äußerungen irgendeiner Autorität bestätigt zu werden scheinen. Vor wenigen Tagen, am 25. Oktober, ist mir das bei der Lektüre der „Süddeutschen Zeitung“  passiert; ich lese die „SZ“  recht regelmäßig, wenngleich längst nicht mehr derart intensiv wie in meiner Zeit als Zusteller in Big B, um mir selbst zu suggerieren, dass ich den Kontakt zu einer geistigen Ebene nicht völlig verloren hätte.

Auf Seite 8 befand sich ein Artikel mit dem Titel „Das Ende der Kleinfamilie“, und mein erster Gedanke war ‚Schon wieder?‘, und dann aber habe ich mich gefragt, ob ich richtig lese. Der Beitrag ist, wohlgemerkt, nicht von einer Universal-Marginal-Person wie mir, sondern von einer Professorin für Politikwissenschaft an der Universität New Orleans. – New Orleans? Alles ist vernetzt und Opa kommt nicht mehr mit! Mindestens interessant ist zudem, oder scheint zumindest mir, dass die im Folgenden auszugsweise zitierten Aussagen eben nicht von einer Therapeutin oder Psychologin kommen.

„Kennen Sie das afrikanische Sprichwort ‚Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.‘?  Das führt zwar jeder im Mund, doch niemand lebt so. Zwei Bezugspersonen sind jedoch für ein Kind zu wenig.“

Leider sehe ich mich an dieser Stelle arroganter Weise gezwungen, darauf hinzuweisen, dass jede Wahrnehmung von der Lebenswelt abhängig ist, in der sie geäußert wird; Frau Professor hat gut reden, schön wäre es ja, wenn das jeder im Munde führen würde, dann wäre man endlich bei den Kriterien, die Unterdrückung  und Befreiung  wirklich ausmachen.

„Wieso funktioniert die hierzulande übliche Kleinfamilie Ihrer Meinung nach nicht?“ – „Das Problem ist, dass wir unsere Glückserwartung fast komplett in dieses Lebensmodell verschoben haben. Der Partner und die Kinder sollen uns froh machen, das Zuhause ist der Sehnsuchtsort*, an dem alles stimmen muss. Das ist so überfrachtet, dass es nicht funktionieren kann. Die Familie soll glücklich machen, aber sie tut es nicht.“ – „Warum nicht?“ – „Unsere Definition von Familie ist viel zu eng gefasst. ‚Vater, Mutter, Kinder‘, das sind viel zu wenige Personen, um sich gegenseitig sämtliche Bedürfnisse erfüllen zu können.“

Hier würde ich als arroganter Fatzke hinzufügen (das ist doch ungeheuerlich, was bildet sich dieser kleine Scheißer ein!), dass die eigene Familie zudem nachholen  soll, was man selbst als Kind entbehren musste, und das scheint mir einer der Faktoren, die dafür sorgen, dass in jeder Generation alles von vorn los geht, und dies eben unabhängig von der aktuellen politischen Fassadenfarbe usw.

„Wir glauben, Familie ist ein individuelles und intimes Thema. Das stimmt aber nicht. Es ist hochpolitisch.“**

Um wieder einmal den Ur-Jugendlichen H. Caulfield zu zitieren – „Das hat mich umgehauen.“  Derartige Gedanken kenne ich nur aus alternatiefsinnigen Kontexten wie experimentellen Kommunen usw., die noch einen Schritt weiter gehen, indem sie erklären, Liebe wäre ein politisches Thema, wenn nicht das. Was zutreffend ist – aber wen interessiert das schon? Wenn dergleichen aber nun von einer Professorin an hoher und höchster Stätte des Wissens geäußert wird, und noch dazu in einem Amerika, dem ein Herr mit toller Tolle vorsteht, dann scheint mir das die Ahnung eines Schimmers von Hoffnung.

Abschließend aber noch, therapeutisch schwer erreichbarem Geltungsdrang und Narzissmus geschuldet, meine Vermutungen, was die Doktoren Freudlos und Anna Lyse zu diesen meinen eben oben ausgeführten Ausführungen sagen würden.

„Der Klient K. bedient sich hier des für ihn überaus typischen Abwehrmechanismus‘ ‚Rationalisierung‘, um sich der Verantwortung nicht stellen zu müssen, die Familie und Elternschaft erfordern würden, und er verweigert damit neuerlich emotionale Reifung, indem er weiterhin in der neurotischen Rolle des ewigen Kindes verharrt.“  Usw., ich mache das lieber gleich selbst…

In diesem Sinne – alles Haschen nach Wind!

PS: Trotz allem Ungemach hienieden spielt immer wieder dieser Phantasie in mir, wie eine Welt aussehen würde, in der man  mit demselben Engagement, mit derselben genialen Kreativität, mit der man  die Technik in den letzten Jahrtausenden entwickelte, usw., sich dem „Erforschen“ und Entwickeln usw. von Kontakt, Beziehung, Bindung, Gruppendynamik usw. widmen würde. – Süüüß, uns‘ Ost-Koske wieder, nicht wahr; ts ts ts…

** Auch interessant, dass dieses Wort als Rechtschreibfehler angezeigt wird.
** Ich gehe noch etwas weiter, indem ich behaupte, Familie wäre der Bereich menschlichen Lebens, der am meisten Supervision bräuchte, aber am wenigsten erhält, und meist erst, wenn buchstäblich das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Neue sinistre Gedankensplitter des seltsamen K.

Alle sollen mit 100% dabei sein, sonst lohnt es sich nicht, dass ich mich rein knie; vor meinem geistigem Auge ersteht der Frühsport in der Kaserne in L., bei dem ich zum erstem Mal diese Enttäuschung spürte, dass nicht alle voll dabei waren… – Kommt da das Dritte Reich durch, möglicherweise über meine Gouvernante, meine leibliche Mutter? Unbedingter Glaube, unbedingte, kritiklose, ja, reflexionsfreie Hingabe, ohne zersetzenden Intellektualismus  usw. usf.?

(… Herr Martin Schulz, SPD, hat versucht, mit Charisma zu arbeiten; 70 Jahre nach der ärgsten Diskreditierung dieses Ausdrucksmittels…)

Lies mehr

Spätblüher

Hihi. Habe ich im vorigem Jahr eher „versehentlich“ gepflanzt, indem ich über dem Rechteckchen zwischen den Rasenflächen, auf dem diese Betonsegmentchen verlegt wurden, die Samentütchen ausgeschüttelt habe. „Ihre Samen agieren mit!“, würden manche Mitarbeiter des Freudeskreises Anna Lyse sagen, aber man muss das doch auch mal sagen dürfen

***

Lies mehr

A Mass will i ham – a Mass, sag i… (???)

Kann ich mir nicht leisten, oder, anders ausgedrückt, könnte ich mit dem Geld für eine Mass ’ne Woche leben, womit ich nicht Herrn Sarrazin nach dem Munde reden will, vielmehr man das doch mal aussprechen dürfen muss; außerdem, und ich möchte wieder gelobt werden für meine Einsicht, bin ich selbst schuld, ich hätte ja in der Schule besser aufpassen können usw., bla. Die Polizisten waren nicht wegen mir da; bisschen Größenwahn muss sein in dieser unserer Postmoderne, wir berichteten; vielmehr sie das Abladen und Positionieren der mächtigen Betonklötze beaufsichtigten, die an allen Zufahrtsstraßen zur Wiesn aufgestellt werden, sogenannte „Poller“, und es war schon ’n komisches Gefühl, das unmittelbar zu erleben. – Nein, ich sehe die Mass nicht halbleer statt halbvoll, thx!

Eine Viertelstunde später aber konnte, durfte und musste ich eine Episode erleben, die meiner unmaßgeblichen Meinung nach typisch ist, zumal ich dergleichen schon des Öftersten  erlebt habe. Ein Porsche-Fahrer steht an einer Kreuzung neben seiner Super-Schüssel*, und er tobt, er gestikuliert wild und schreit und tanzt fast ein bisschen dabei, der Auftritt entbehrt nicht eines humoristischen Akzents; mein erster Gedanke war auch, das wäre schon kein hysterischer, neuerdings histrionischer, Ausbruch mehr, sondern ein kleines Veitstänzchen. Dabei ist augenfällig nichts passiert, kein Auffahrunfall, nicht einmal ein Kratzer am Lack, am Lack des Fahrzeugs, sorry, aber ich hatte die Befürchtung, dass der Mann jeden Augenblick auf den Fahrer des Lieferwagens los gehen würde, der die Zielperson der emotionalen Eruption war. Und dann die üblichen Mätzchen, der könne was erleben, der Obst-und Gemüsefahrer, man werde ihn fertig machen usw. usf.; es fehlte nur noch dieses unwohl bekannte „Wissen Sie nicht, wer ich bin?!!!“

Dieser Porsche-Fahrer war, und ich kann das einschätzen, denn ich bin in allen Stücken das Gegenteil, heule heule, mit einiger Sicherheit ein Winner, ein Macher und Gestalter, kurz, ein Leistungsträger, aber er war derart voller Hass, Wut und Frust, dass er aus völlig banalem Anlass förmlich explodierte.

Irgendetwas stimmt nicht. Es könnte nicht nur mir nicht völlig unangebracht erscheinen, dass der zur Therapie gehen würde, aber das wird er schon deshalb nicht, weil er die Möglichkeit hat, sich auch nur anbahnenden Leidensdruck materiell zu kompensieren. Die da durchknallen, tragen das  „nur“ aus, während Millionen auf Frust und Wut sitzen, man betrachte beliebige Kommentarseiten im Internet, in denen es gar nicht um Diskussion oder gar Problemlösungsversuche geht, sondern um Auskotzen von Frust, der ganz woanders herkommt und auch hingehört; der Ventil-Charakter des Internets scheint weit größer als der des Fernsehens.

Irgendetwas stimmt nicht.

Was ich nun damit sagen will? – Die Leute sind furchtbar! Dem Großem Energiefeld sei Dank, dass ich kein Leut bin, oder wie „Leute in der Einzahl“  heißt; außerdem, chch, das Übliche, muahaha.

(… kämpft… äh… – feiert man schön… alles Haschen nach Wind…)

* Ich würde mir so ein Teil nie kaufen, auch dann nicht, har har, wenn ich die Kohle hätte, was mich aber nicht daran hindert, und dies ohne Ironie usw., die grandiose Handwerks- und Ingenieurskunst wertzuschätzen, die für seine Produktion notwendig war. Bla.

Unheilig-unköniglicher Klugschiss auf dem Marke-Thing*

Handeln, Kaufen, Verkaufen ermöglicht über die gehandelten Produkte, die in gewissem Sinn und Maß dritte Objekte im psychoanalytischem Sinn sein könnten, Abgrenzung, die einfacher, leichter und geregelter möglich zu sein scheint als im täglichem menschlichem Umgang, wo Abgrenzung, und damit immer Identität, kompliziert wird durch Wahrnehmungsmuster, die geprägt sind von bei vielen, wenn nicht den meisten Menschen sich angestaut habenden unerledigten Frustrationen, Kränkungen usw. „Umgekehrt“ könnte damit erklärt werden, dass immer wieder Kunden Verkäufer benutzen, um Frust los zu werden, der ganz woanders herkommt, und „hingehört“, als in den Shop usw.

Verkäufer scheint überhaupt einer der Jobs mit der höchsten Fluktuation zu sein. Weil der Job so anstrengend ist, körperlich und/oder geistig? – Nee, weil da ein oder gar das Kernthema der Gegenwart augenfällig wird, sich zeigen und gesehen werden. Einerseits scheinen es viele Menschen als unangenehm zu empfinden, gesehen zu werden. Ein Extrembeispiel im mehrfachem Sinne sind die Rechten, die regelmäßig die Kameras weg schlagen, weil sie sich in ihrem Versuch nachholender Symbiose behindert fühlen. Andererseits quillt das Netz über von, vorsichtig ausgedrückt, Selbstdarstellungen aller Art; mit einiger Sicherheit dürften das die dialektischen zwei Seiten des Problems sein.

Lies mehr

Die alte Leier

Heute Nacht nun war die Weltgeistin wieder in Bestform; ich glaube, die Intensität dieser Träume, bzw. eben „Träume“, hat etwas mit der Intensität meiner Bemühungen im so genanntem Wachzustand zu tun, denn die war gestern, siehe oben, sehr hoch.

Wieder bin in ich in Hütte; Ankommen, Landen, nach Hause kommen; das ist eindeutig, zur Deutung dieses Phänomens braucht man keine Ausbildung bei Dr. Anna Lyse; aber dieses Mal bin ich (ich glaube sogar, zum erstem Mal), in der Magistrale, und die ist sehr belebt, ohne dass das, wie üblich, bedrohlich wirkt; zunächst jedenfalls, denn kurz vor dem Möbelkaufhaus laufen etwa ein Dutzend Jugendliche an mir vorbei, und einer ruft „Hach, ich bin ein Jüngling!“

Bemerkenswert ist, und das fällt mir schon im Traum auf, dass ich das zunächst nicht auf mich beziehe; ich bin aber gemeint. Natürlich ist das mit dem „Opa Ron“  ein mindestens seltsamer Versuch paradoxer Intervention, denn in Wahrheit bin ich seelisch nach wie vor auf der Schwelle vom Elternhaus nach draußen eingeklemmt, was ganz klar, ich wiederhole mich auch hier, nicht nur histrionische, sondern auch historische Ursachen hat.*

In den letzten Tagen habe ich bei YouTube Videos über Nahtoderlebnisse gesehen; ich will gar nicht darüber nachdenken, warum auf die rechts in meinem Account in der „Empfehlungsliste“ verwiesen wurde; Big Sister is watching me, yeah! Mir ist aufgefallen, dass die von derartigen Erlebnissen Beichtenden**, die ich schon lange nicht mehr für Spinner oder dergleichen halte, ihre Erlebnisse ähnlich zu charakterisieren versuchen wie ich meine Träume bzw. „Träume“; kurz gesagt, ließe sich das Erlebte sehr schwer oder gar nicht in Worte fassen, und auf dieses Phänomen ist C. G. Jung ausführlich eingegangen (bei welcher Gelegenheit ich mir vornehme, immer einmal wieder, har har, das Rote Buch zu lesen, und aber auch oder sogar zuerst Jungs Austausch mit Pauli; es klingt wieder größenwahnsinnig, was ich immerhin bemerke und was allerdings in meinem Fall sowohl persönlichkeits- als auch störungsspezifisch sein dürfte, *hüstel*, aber ich ahne Einiges von dem, was da ausgeführt sein könnte).

Ich wünschte, ich könnte dieses „Grundempfinden“ in Worten vermitteln! Das Erleben in diesen Träumen ist weitaus intensiver, farbiger, leuchtkräftiger, wie auch immer, siehe eben oben, als alle Erlebnisse in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Dann wieder eine der üblichen „Prüfungen“; ich soll irgend etwas, die Details habe ich vergessen, in einem Laden abgeben oder umtauschen, aber ich komme zu spät, der Laden ist geschlossen; nicht bestanden, wie üblich.

Ein kleines witziges Detail ist, dass einige Straßen in Eisenhüttenstadt „zusammengeschlossen“ werden, um eine Art futuristische Hochgeschwindigkeitstrasse zu errichten, was mich schon im Traum erheitert, aber leider auch wieder mit einer Prüfung verbunden ist, an die ich mich nicht genau erinnern kann und die ich, natürlich, nicht bestehe…

So vergehen die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind, oder so ähnlich – frohes Fest!

PPS: Als ich diesen Text im Editor von WordPress zu bearbeiten begann, um ihn zu veröffentlichen, ist das Betriebssystem abgestürzt, zum Glück habe ich des Öfteren zwischengespeichert, denn erstens sind mir solche „Zufälle“ in den letzten Jahrzehnten etliche hunderte Male zu oft widerfahren, als dass ich sie noch als Zufälle ansehen könnte, und zweitens aber hat Jung über eben solche Vorkommnisse berichtet; von einem habe ich schon mehrfach gelesen. – Warum schreibe ich das jetzt auf; mir kann offensichtlich niemand aus diesem Budenzauber heraus helfen, schon gar nicht irgendwelche Absolventen des Studienganges Angewandte Sozialmathematik und Humanstatistik (volkstümlich „Psychologie“)?
PPS: Und eben, etwa um 13.10 Uhr (ich bin heftig am Korrigieren), war der ganze Blog weg (was noch nie passiert ist; es kam eine Fehlermeldung des Inhalts, dass die Website nicht funktionieren würde). Ich halte auch das nicht für einen Zufall – und dieses Empfinden ist auf biochemische Störungen in den Synapsen zurückzuführen, *hüstel*…

** Wie erst ca. 222 Mal angemerkt (man ist stolz auf seine Achtel-Bildung, man gönnt sich ja sonst nichts), sagt man nicht mehr „hysterisch“, sondern „histrionisch“. Tandaradei!
** 15.25 Uhr: Das ist ein ganz toller Verschreiber, den lasse ich stehen; Freud Euch des Lebens – es lebe die Libido (und alle schunkeln mit)!