A Mass will i ham – a Mass, sag i… (???)

Kann ich mir nicht leisten, oder, anders ausgedrückt, könnte ich mit dem Geld für eine Mass ’ne Woche leben, womit ich nicht Herrn Sarrazin nach dem Munde reden will, vielmehr man das doch mal aussprechen dürfen muss; außerdem, und ich möchte wieder gelobt werden für meine Einsicht, bin ich selbst schuld, ich hätte ja in der Schule besser aufpassen können usw., bla. Die Polizisten waren nicht wegen mir da; bisschen Größenwahn muss sein in dieser unserer Postmoderne, wir berichteten; vielmehr sie das Abladen und Positionieren der mächtigen Betonklötze beaufsichtigten, die an allen Zufahrtsstraßen zur Wiesn aufgestellt werden, sogenannte „Poller“, und es war schon ’n komisches Gefühl, das unmittelbar zu erleben. – Nein, ich sehe die Mass nicht halbleer statt halbvoll, thx!

Eine Viertelstunde später aber konnte, durfte und musste ich eine Episode erleben, die meiner unmaßgeblichen Meinung nach typisch ist, zumal ich dergleichen schon des Öftersten  erlebt habe. Ein Porsche-Fahrer steht an einer Kreuzung neben seiner Super-Schüssel*, und er tobt, er gestikuliert wild und schreit und tanzt fast ein bisschen dabei, der Auftritt entbehrt nicht eines humoristischen Akzents; mein erster Gedanke war auch, das wäre schon kein hysterischer, neuerdings histrionischer, Ausbruch mehr, sondern ein kleines Veitstänzchen. Dabei ist augenfällig nichts passiert, kein Auffahrunfall, nicht einmal ein Kratzer am Lack, am Lack des Fahrzeugs, sorry, aber ich hatte die Befürchtung, dass der Mann jeden Augenblick auf den Fahrer des Lieferwagens los gehen würde, der die Zielperson der emotionalen Eruption war. Und dann die üblichen Mätzchen, der könne was erleben, der Obst-und Gemüsefahrer, man werde ihn fertig machen usw. usf.; es fehlte nur noch dieses unwohl bekannte „Wissen Sie nicht, wer ich bin?!!!“

Dieser Porsche-Fahrer war, und ich kann das einschätzen, denn ich bin in allen Stücken das Gegenteil, heule heule, mit einiger Sicherheit ein Winner, ein Macher und Gestalter, kurz, ein Leistungsträger, aber er war derart voller Hass, Wut und Frust, dass er aus völlig banalem Anlass förmlich explodierte.

Irgendetwas stimmt nicht. Es könnte nicht nur mir nicht völlig unangebracht erscheinen, dass der zur Therapie gehen würde, aber das wird er schon deshalb nicht, weil er die Möglichkeit hat, sich auch nur anbahnenden Leidensdruck materiell zu kompensieren. Die da durchknallen, tragen das  „nur“ aus, während Millionen auf Frust und Wut sitzen, man betrachte beliebige Kommentarseiten im Internet, in denen es gar nicht um Diskussion oder gar Problemlösungsversuche geht, sondern um Auskotzen von Frust, der ganz woanders herkommt und auch hingehört; der Ventil-Charakter des Internets scheint weit größer als der des Fernsehens.

Irgendetwas stimmt nicht.

Was ich nun damit sagen will? – Die Leute sind furchtbar! Dem Großem Energiefeld sei Dank, dass ich kein Leut bin, oder wie „Leute in der Einzahl“  heißt; außerdem, chch, das Übliche, muahaha.

(… kämpft… äh… – feiert man schön… alles Haschen nach Wind…)

* Ich würde mir so ein Teil nie kaufen, auch dann nicht, har har, wenn ich die Kohle hätte, was mich aber nicht daran hindert, und dies ohne Ironie usw., die grandiose Handwerks- und Ingenieurskunst wertzuschätzen, die für seine Produktion notwendig war. Bla.

Unheilig-unköniglicher Klugschiss auf dem Marke-Thing*

Handeln, Kaufen, Verkaufen ermöglicht über die gehandelten Produkte, die in gewissem Sinn und Maß dritte Objekte im psychoanalytischem Sinn sein könnten, Abgrenzung, die einfacher, leichter und geregelter möglich zu sein scheint als im täglichem menschlichem Umgang, wo Abgrenzung, und damit immer Identität, kompliziert wird durch Wahrnehmungsmuster, die geprägt sind von bei vielen, wenn nicht den meisten Menschen sich angestaut habenden unerledigten Frustrationen, Kränkungen usw. „Umgekehrt“ könnte damit erklärt werden, dass immer wieder Kunden Verkäufer benutzen, um Frust los zu werden, der ganz woanders herkommt, und „hingehört“, als in den Shop usw.

Verkäufer scheint überhaupt einer der Jobs mit der höchsten Fluktuation zu sein. Weil der Job so anstrengend ist, körperlich und/oder geistig? – Nee, weil da ein oder gar das Kernthema der Gegenwart augenfällig wird, sich zeigen und gesehen werden. Einerseits scheinen es viele Menschen als unangenehm zu empfinden, gesehen zu werden. Ein Extrembeispiel im mehrfachem Sinne sind die Rechten, die regelmäßig die Kameras weg schlagen, weil sie sich in ihrem Versuch nachholender Symbiose behindert fühlen. Andererseits quillt das Netz über von, vorsichtig ausgedrückt, Selbstdarstellungen aller Art; mit einiger Sicherheit dürften das die dialektischen zwei Seiten des Problems sein.

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Die alte Leier

Heute Nacht nun war die Weltgeistin wieder in Bestform; ich glaube, die Intensität dieser Träume, bzw. eben „Träume“, hat etwas mit der Intensität meiner Bemühungen im so genanntem Wachzustand zu tun, denn die war gestern, siehe oben, sehr hoch.

Wieder bin in ich in Hütte; Ankommen, Landen, nach Hause kommen; das ist eindeutig, zur Deutung dieses Phänomens braucht man keine Ausbildung bei Dr. Anna Lyse; aber dieses Mal bin ich (ich glaube sogar, zum erstem Mal), in der Magistrale, und die ist sehr belebt, ohne dass das, wie üblich, bedrohlich wirkt; zunächst jedenfalls, denn kurz vor dem Möbelkaufhaus laufen etwa ein Dutzend Jugendliche an mir vorbei, und einer ruft „Hach, ich bin ein Jüngling!“

Bemerkenswert ist, und das fällt mir schon im Traum auf, dass ich das zunächst nicht auf mich beziehe; ich bin aber gemeint. Natürlich ist das mit dem „Opa Ron“  ein mindestens seltsamer Versuch paradoxer Intervention, denn in Wahrheit bin ich seelisch nach wie vor auf der Schwelle vom Elternhaus nach draußen eingeklemmt, was ganz klar, ich wiederhole mich auch hier, nicht nur histrionische, sondern auch historische Ursachen hat.*

In den letzten Tagen habe ich bei YouTube Videos über Nahtoderlebnisse gesehen; ich will gar nicht darüber nachdenken, warum auf die rechts in meinem Account in der „Empfehlungsliste“ verwiesen wurde; Big Sister is watching me, yeah! Mir ist aufgefallen, dass die von derartigen Erlebnissen Beichtenden**, die ich schon lange nicht mehr für Spinner oder dergleichen halte, ihre Erlebnisse ähnlich zu charakterisieren versuchen wie ich meine Träume bzw. „Träume“; kurz gesagt, ließe sich das Erlebte sehr schwer oder gar nicht in Worte fassen, und auf dieses Phänomen ist C. G. Jung ausführlich eingegangen (bei welcher Gelegenheit ich mir vornehme, immer einmal wieder, har har, das Rote Buch zu lesen, und aber auch oder sogar zuerst Jungs Austausch mit Pauli; es klingt wieder größenwahnsinnig, was ich immerhin bemerke und was allerdings in meinem Fall sowohl persönlichkeits- als auch störungsspezifisch sein dürfte, *hüstel*, aber ich ahne Einiges von dem, was da ausgeführt sein könnte).

Ich wünschte, ich könnte dieses „Grundempfinden“ in Worten vermitteln! Das Erleben in diesen Träumen ist weitaus intensiver, farbiger, leuchtkräftiger, wie auch immer, siehe eben oben, als alle Erlebnisse in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Dann wieder eine der üblichen „Prüfungen“; ich soll irgend etwas, die Details habe ich vergessen, in einem Laden abgeben oder umtauschen, aber ich komme zu spät, der Laden ist geschlossen; nicht bestanden, wie üblich.

Ein kleines witziges Detail ist, dass einige Straßen in Eisenhüttenstadt „zusammengeschlossen“ werden, um eine Art futuristische Hochgeschwindigkeitstrasse zu errichten, was mich schon im Traum erheitert, aber leider auch wieder mit einer Prüfung verbunden ist, an die ich mich nicht genau erinnern kann und die ich, natürlich, nicht bestehe…

So vergehen die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind, oder so ähnlich – frohes Fest!

PPS: Als ich diesen Text im Editor von WordPress zu bearbeiten begann, um ihn zu veröffentlichen, ist das Betriebssystem abgestürzt, zum Glück habe ich des Öfteren zwischengespeichert, denn erstens sind mir solche „Zufälle“ in den letzten Jahrzehnten etliche hunderte Male zu oft widerfahren, als dass ich sie noch als Zufälle ansehen könnte, und zweitens aber hat Jung über eben solche Vorkommnisse berichtet; von einem habe ich schon mehrfach gelesen. – Warum schreibe ich das jetzt auf; mir kann offensichtlich niemand aus diesem Budenzauber heraus helfen, schon gar nicht irgendwelche Absolventen des Studienganges Angewandte Sozialmathematik und Humanstatistik (volkstümlich „Psychologie“)?
PPS: Und eben, etwa um 13.10 Uhr (ich bin heftig am Korrigieren), war der ganze Blog weg (was noch nie passiert ist; es kam eine Fehlermeldung des Inhalts, dass die Website nicht funktionieren würde). Ich halte auch das nicht für einen Zufall – und dieses Empfinden ist auf biochemische Störungen in den Synapsen zurückzuführen, *hüstel*…

** Wie erst ca. 222 Mal angemerkt (man ist stolz auf seine Achtel-Bildung, man gönnt sich ja sonst nichts), sagt man nicht mehr „hysterisch“, sondern „histrionisch“. Tandaradei!
** 15.25 Uhr: Das ist ein ganz toller Verschreiber, den lasse ich stehen; Freud Euch des Lebens – es lebe die Libido (und alle schunkeln mit)!

Warum verteidige ich Kerngedanken von Lebenswelten…

laimberghaus
Noch so ’n Traumhaus, ach…

… wenn ich aus den Lebenswelten weg bin? Weil mir dann nicht mehr alles zu eng werden kann, weil ich nicht zu Verbindlichkeit gezwungen werde? – Ich traue mir keine fünf Meter über den Weg, echt!

Jedoch habe ich insbesondere das, was im Stamme der Ammoniten über Trennungen als zentrale Erlebnisse gesagt wird, in den letzten Monaten etliche Male wohnheimlich bestätigt gefunden. Da war Einer, der quasi auf dem goldenem Tablett (s)eine Wohn- und Lebenslösung angeboten bekommen hat, in Gestalt einer Wohnung im paradiesischem Anwesen einer seiner wenigen Bezugspersonen, die noch dazu hochschulisch diplomiert ist, sozialarbeitend, und als es dann so weit war, dass der Traum Realität werden sollte, ist der Mann abgedreht, eine Mitarbeiterin des Teams angegangen usw. Das erinnert mich an eine Mitbewohnerin einer der WGs, die mit meiner Anwesenheit leben mussten, die am Vorabend des Beginns einer lange ersehnten Ausbildung, um die sie auch echt gekämpft hatte, psychotisch wurde und sich selbst in die Geschlossene eingewiesen hat.

Im Moment geschieht hier gerade wieder Ähnliches, und natürlich auch, Überraschung, mit mir; ein Wohnungsangebot kann ich wohl vergessen (wäre super gewesen, die Bude), aber es läuft eben noch etwas Anderes an, das bei meiner Vorgeschichte passen könnte, und Opa Ron fehlleistet wieder vor sich hin und um sich herum, dass es überhaupt keine Pracht ist; das geht nicht mehr weg, da hilft keine Therapie und dergleichen. Eine Viertelstunde bin ich eine Hauptstraße lang gefedert, weil sich rechts die Nebenstraße befindet, in der ich zu einem erstem Gespräch erscheinen sollte, weitere Integrationsversuche meiner Marginal-Person betreffend, aber die gesuchte Nebenstraße ist eine Parallel-, nicht eine Querstraße der durchfederten Hauptstraße, so dass ich nicht nur den Termin überschritten, sondern das Ziel nicht gefunden habe; die schicke Villa oben habe ich in besagter Hauptstraße fotografiert, so viel Zeit musste sein, gerade bei Frusteinbruch.

Das erinnert mich an meine Einberufung zur NVA, im Felde ungeschlagen, wo ich schon auf dem erstem Umsteigebahnhof meine Tasche im Zug liegen gelassen habe, oder an meinen Versuch, den Hirschkindergarten zu erreichen, was mir trotz meines überpünktlichen Erscheinens auf dem S-Bahnhof Hirschgarten erst mit fast einer Stunde Verspätung gelang, und so weiter und so fort. Des Weiteren konnte ich den Drang nicht unterdrücken, in der Unterführung westlich des Bahnhofs Silberhornstraße folgende Bilder aufzunehmen; mein Entzücken ist neuerlich meinerseits!

von_silberstein

massmaus

PS: Danke für die Rückmeldung ‚banal‘  (von wem auch immer gesendet), dieses Posting betreffend – das wusste ich aber schon!