Sehr geehrter Herr Koske! Hi! Grüß Gott! Usw.

Nun hast Du 200… – wie soll man das überhaupt nennen, „Klangcollagen“? Nun hast Du 200 Soundpics, yeah, durchaus verfertigt mit erstaunlicher Weise mehr als dem lauwarmen Bemühen, das typisch ist für den Spießer, und fast dreiviertel davon in den letzten sieben Monaten, und was soll das aber? Gott ist tot – und Dir ist auch dauernd schlecht, genau!

In der Tat gibt es Stellen, an denen ohrenfällig wird, dass Du nicht völlig talentfrei scheinst, aber etwa zu befruchtenden Begegnungen mit fröhlichen frischen Frollein ist es mitnichten gekommen; nur als Beispiel, denn wozu tun Männchen überhaupt irgend etwas, es geht doch immer nur darum; und auf die berühmt-berüchtigte Frage Cherchez la femme, die sich mit Sicherheit Etliche gestellt haben, müsstest Du antworten: „Nirgends, dynamische kapitalistische Menschen! Ha!“, und das ist zwar in der Tat neu, aber damit bleibt erst recht alles im luftleeren Raum, gewissermaßen L’art pour l’art  für die Unterschicht, für schizotype Typen typisch unverbindlich-unverbunden…

Mit angemessener Zerknirschung

Dein Ronald

PS: Da ich, wie erst ca. 245 Mal erwähnt, mich verstohlen, aber beflissen bemühe, ein wenigstens ethisch hochwertiger Schreiber zu sein, hier der völlig überflüssige, aber aus meinem therapeutisch schwer erreichbarem Narzissmus sich zwanghaft ergebende Hinweis, dass die Idee zu diesem „Joke“ nicht wirklich von mir stammt, vielmehr ich sie bei Dr. Feuchtwanger geleast habe, der sich einmal selbst eine Postkarte sandte. Gnihi. Sorry!

(… sorry…) … (… aber gut, dass wir drüber gesprochen haben, Du…)*

Es lebe die Libido!

© Die Ursprungsdatei des Hintergrundbildes ist gemeinfrei.

* Es ist, wie gesagt, recht pikant, für einen Alt-68er gehalten zu werden, wenn man doch hoch vorbildlich Beitragsmarken klebender Pionier war, andererseits war Langhans auch Pionier und dann Fähnrich beim Bund und dann „Kommunarde“ – Lebensläufe im XX. Jahrhundert!…

(… ein Wörtchen zum Samstägchen…)*

© Die Ursprungsdatei des Hintergrundbildes ist gemeinfrei.

* Wie erst ca. 200 Mal angemerkt und eingeflochten – das Suffix „-chen“ ist typisch ostpreußisch (und „Suffix“ hat nichts mit der geflissentlichen Einverleibung mental illuminierender Flüssigkeiten zu tun, *hüstel*) Und – nein, ich bin kein Revanchist; ich will nur unseren Kaiser wieder haben!