B i n  ich ein Warmer?


Keine Ente. Glaube ich. Aber ist das Videostreaming
für unser Nutzgeflügel? – Was für ein Markt, Alter!*

Das kenne ich auch schon aus meiner frühesten Kindheit, oder gerade aus ihr, denn ich war ein geübter Huster und Nieser, dass leichte Temperatur  nicht nur mit unangenehmen Herausforderungen verbunden ist, wie etwa der, einfach nicht mehr husten zu wollen, aber husten zu müssen, sondern dass ich auch illuminiert  bin, wie ich das nenne nicht nur als mannhafte Anspielung auf den „Zauberberg“, dass mir Kontakt, Rede, Humor, kurz, das Zwischenmenschliche  besser gelingt, scheinbar mühelos, erheitert im gutem Sinne, beschwingt, ohne überdreht zu sein usw.

Ich entsinne mich an eine Episode während der Schulferien, in der sechsten oder siebten Klasse, in denen ich aus Gründen, die mir entfallen sind, an einer fremden Schule an der Schulspeisung teilnehmen musste, und bei der ich in ähnlicher Weise ein anderes Leben  fühlte, wie das in meinen seit 31 Jahren über mich kommenden Träumen der Fall ist, und dies eben im Schwebezustand eines leichten grippalen Schwipses.

Nun hat es umfangreiche Versuche gegeben, von Störungen des schizoformen Spektrums Betroffene mit Fieberkuren zu behandeln, und obwohl ich den Psychos nicht mehr wirklich über den Weg traue, Therapeuten in die Produktion, nehme ich an, dass es der Wahrheit entspricht, wenn etliche aus diesem Kontext Berichtende berichten, diese Versuche wären zumindest manchmal erfolgreich gewesen. Dies ist jedoch wieder mit Vorsicht zu betrachten, ist doch jetzt alle Störung im Hirn neurostrukturell-biochemisch verursacht, nachdem die 68er, und die um diese herum, eine psychosoziale Ätiopathogenese, milde formuliert, favorisiert haben.

Korrekt, das alte Kind Ron sieht sich wieder, im Unbewusstem, als Chefarzt; es besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung, denn ich trinke viel Tee mit Honig und in diesem Sinne: „An guadn!“

PS: Ach, es kommt wieder der Absturz, hoffentlich bin ich noch ’ne Weile entzündet; bei einer meiner Verflossenen, der Ex-Ex sozusagen, habe ich dieses Herausfallen aus allen Bindungen und Verbindlichkeiten, dieses namenlose Verlassenheitsgefühl, schon am Telefon an ihrer Stimme bemerkt; wieder einmal mit einem Symptomgeschwister einen Partnerschaftsversuch unternommen und man ahnt, wie qualvoll das war…

* Auch dieses Bild, ebenfalls im Westpark in M aufgenommen, hat nichts mit dem Thema des Textes zu tun, sondern dient allein der kulturellen Umrahmung; wir bitten um Verständnis – die nicht vorhandene Redaktion!

Wieder einmal unmotiviert an- und eingebrachte Impressionen aus M*

Raucherentwöhnung leicht gemacht

Es gelingt mir nicht, wenigstens ein bisschen  stolz zu sein darauf, dass ich jetzt seit 10 ¾ oder 11 ¾ Jahren von der Lulle weg bin, und zuletzt habe ich 5 Schachteln pro Tag geraucht und bin exzessiv gejoggt, ein bisschen  Spaltung muss sein; bezeichnenderweise weiß ich nicht einmal genau, wann ich es endlich geschafft habe, mit dem Qualmen aufzuhören. – Der Klient wünscht, im Unbewusstem, gefüttert zu werden; thx, Dr. Freudlos!

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A Mass will i ham – a Mass, sag i… (???)

Kann ich mir nicht leisten, oder, anders ausgedrückt, könnte ich mit dem Geld für eine Mass ’ne Woche leben, womit ich nicht Herrn Sarrazin nach dem Munde reden will, vielmehr man das doch mal aussprechen dürfen muss; außerdem, und ich möchte wieder gelobt werden für meine Einsicht, bin ich selbst schuld, ich hätte ja in der Schule besser aufpassen können usw., bla. Die Polizisten waren nicht wegen mir da; bisschen Größenwahn muss sein in dieser unserer Postmoderne, wir berichteten; vielmehr sie das Abladen und Positionieren der mächtigen Betonklötze beaufsichtigten, die an allen Zufahrtsstraßen zur Wiesn aufgestellt werden, sogenannte „Poller“, und es war schon ’n komisches Gefühl, das unmittelbar zu erleben. – Nein, ich sehe die Mass nicht halbleer statt halbvoll, thx!

Eine Viertelstunde später aber konnte, durfte und musste ich eine Episode erleben, die meiner unmaßgeblichen Meinung nach typisch ist, zumal ich dergleichen schon des Öftersten  erlebt habe. Ein Porsche-Fahrer steht an einer Kreuzung neben seiner Super-Schüssel*, und er tobt, er gestikuliert wild und schreit und tanzt fast ein bisschen dabei, der Auftritt entbehrt nicht eines humoristischen Akzents; mein erster Gedanke war auch, das wäre schon kein hysterischer, neuerdings histrionischer, Ausbruch mehr, sondern ein kleines Veitstänzchen. Dabei ist augenfällig nichts passiert, kein Auffahrunfall, nicht einmal ein Kratzer am Lack, am Lack des Fahrzeugs, sorry, aber ich hatte die Befürchtung, dass der Mann jeden Augenblick auf den Fahrer des Lieferwagens los gehen würde, der die Zielperson der emotionalen Eruption war. Und dann die üblichen Mätzchen, der könne was erleben, der Obst-und Gemüsefahrer, man werde ihn fertig machen usw. usf.; es fehlte nur noch dieses unwohl bekannte „Wissen Sie nicht, wer ich bin?!!!“

Dieser Porsche-Fahrer war, und ich kann das einschätzen, denn ich bin in allen Stücken das Gegenteil, heule heule, mit einiger Sicherheit ein Winner, ein Macher und Gestalter, kurz, ein Leistungsträger, aber er war derart voller Hass, Wut und Frust, dass er aus völlig banalem Anlass förmlich explodierte.

Irgendetwas stimmt nicht. Es könnte nicht nur mir nicht völlig unangebracht erscheinen, dass der zur Therapie gehen würde, aber das wird er schon deshalb nicht, weil er die Möglichkeit hat, sich auch nur anbahnenden Leidensdruck materiell zu kompensieren. Die da durchknallen, tragen das  „nur“ aus, während Millionen auf Frust und Wut sitzen, man betrachte beliebige Kommentarseiten im Internet, in denen es gar nicht um Diskussion oder gar Problemlösungsversuche geht, sondern um Auskotzen von Frust, der ganz woanders herkommt und auch hingehört; der Ventil-Charakter des Internets scheint weit größer als der des Fernsehens.

Irgendetwas stimmt nicht.

Was ich nun damit sagen will? – Die Leute sind furchtbar! Dem Großem Energiefeld sei Dank, dass ich kein Leut bin, oder wie „Leute in der Einzahl“  heißt; außerdem, chch, das Übliche, muahaha.

(… kämpft… äh… – feiert man schön… alles Haschen nach Wind…)

* Ich würde mir so ein Teil nie kaufen, auch dann nicht, har har, wenn ich die Kohle hätte, was mich aber nicht daran hindert, und dies ohne Ironie usw., die grandiose Handwerks- und Ingenieurskunst wertzuschätzen, die für seine Produktion notwendig war. Bla.

(… wenn ich schon mal Samen verstreue…)

Ich habe da eigentlich Blumensamen verstreut, vor etlichen Monden, denn ich bin nicht völlig morbid, aber nur nach Aufforderung nicht, jedoch wächst da jetzt eine Walderdbeere, ohne Wald, und es ist ja auch keine Beere, sondern eine Nussfrucht. Die Natur ist nicht tot zu kriegen, nicht mal mit Ka Eff Zetts! Ursprünglich ist das Auto ja erfunden worden, damit man schneller von A nach B kommt, aber wenn man früh die Autoschlangen sieht… Ich meine, ich habe als Absolvent der DaDaeR, Prädikat „Ungenügend“, damit keine Probleme, ich stelle mich hinten an.

… ganz ohne Therapie kann ich halt noch nicht…

aromatherapie

Gerade der Mann als Mensch hat durchaus das Bedürfnis, zumal im Alter, wenn Wahrnehmung und Aktion zunehmend eingeschränkt sind, Wohlgeruch zu verbreiten; auch habe ich jetzt eine Öko-Kreditkarte geordert, mit Waldmeistergeschmack; hier aber nun noch drei possierlich grandiose Beispiele für unorthodoxe Vorgartengestaltung, mit ohne Gartenzwerge, just itzt wahrgenommen südlich des Ostteils des Westparks in M, dem Hauptversammlungsort der Bajuwaren…

kein_zwerg_1

kein_zwerg_2

kein_zwerg_3

„Kleines Haus am… äh… – auf dem Hinterhof…“

kleineshausaufdemhof

Bisschen sauer bin ich wirklich (bisschen schwanger, chch), dass in den vielen Monden, in denen ich in psycho- und sozialtherapeutischen Feldern leibhaftig erschienen bin, niemand mich darauf hingewiesen hat, dass betreutes Einzelwohnen nach meiner Vorgeschichte als Wohnungsirrer  eine ideale Lösung des Marginal-Personen-Unterbringungsproblems sein könnte, das in meiner Gestalt in die Kommunen poltert; es hätte da gar keiner kommen müssen, ein- oder zweimal die Woche oder alle zwei Wochen oder wie auch immer, um nach dem Rechten zu sehen, denn allein die Gewissheit, dass da wer wäre im Hintergrund, hätte eine gewisse „Landung“ bewirkt; wirklich da und zu Hause werde ich mich in diesem Leben eh‘ nicht mehr fühlen, aber das ist dann eben so…