Die alte Leier

Heute Nacht nun war die Weltgeistin wieder in Bestform; ich glaube, die Intensität dieser Träume, bzw. eben „Träume“, hat etwas mit der Intensität meiner Bemühungen im so genanntem Wachzustand zu tun, denn die war gestern, siehe oben, sehr hoch.

Wieder bin in ich in Hütte; Ankommen, Landen, nach Hause kommen; das ist eindeutig, zur Deutung dieses Phänomens braucht man keine Ausbildung bei Dr. Anna Lyse; aber dieses Mal bin ich (ich glaube sogar, zum erstem Mal), in der Magistrale, und die ist sehr belebt, ohne dass das, wie üblich, bedrohlich wirkt; zunächst jedenfalls, denn kurz vor dem Möbelkaufhaus laufen etwa ein Dutzend Jugendliche an mir vorbei, und einer ruft „Hach, ich bin ein Jüngling!“

Bemerkenswert ist, und das fällt mir schon im Traum auf, dass ich das zunächst nicht auf mich beziehe; ich bin aber gemeint. Natürlich ist das mit dem „Opa Ron“  ein mindestens seltsamer Versuch paradoxer Intervention, denn in Wahrheit bin ich seelisch nach wie vor auf der Schwelle vom Elternhaus nach draußen eingeklemmt, was ganz klar, ich wiederhole mich auch hier, nicht nur histrionische, sondern auch historische Ursachen hat.*

In den letzten Tagen habe ich bei YouTube Videos über Nahtoderlebnisse gesehen; ich will gar nicht darüber nachdenken, warum auf die rechts in meinem Account in der „Empfehlungsliste“ verwiesen wurde; Big Sister is watching me, yeah! Mir ist aufgefallen, dass die von derartigen Erlebnissen Beichtenden**, die ich schon lange nicht mehr für Spinner oder dergleichen halte, ihre Erlebnisse ähnlich zu charakterisieren versuchen wie ich meine Träume bzw. „Träume“; kurz gesagt, ließe sich das Erlebte sehr schwer oder gar nicht in Worte fassen, und auf dieses Phänomen ist C. G. Jung ausführlich eingegangen (bei welcher Gelegenheit ich mir vornehme, immer einmal wieder, har har, das Rote Buch zu lesen, und aber auch oder sogar zuerst Jungs Austausch mit Pauli; es klingt wieder größenwahnsinnig, was ich immerhin bemerke und was allerdings in meinem Fall sowohl persönlichkeits- als auch störungsspezifisch sein dürfte, *hüstel*, aber ich ahne Einiges von dem, was da ausgeführt sein könnte).

Ich wünschte, ich könnte dieses „Grundempfinden“ in Worten vermitteln! Das Erleben in diesen Träumen ist weitaus intensiver, farbiger, leuchtkräftiger, wie auch immer, siehe eben oben, als alle Erlebnisse in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Dann wieder eine der üblichen „Prüfungen“; ich soll irgend etwas, die Details habe ich vergessen, in einem Laden abgeben oder umtauschen, aber ich komme zu spät, der Laden ist geschlossen; nicht bestanden, wie üblich.

Ein kleines witziges Detail ist, dass einige Straßen in Eisenhüttenstadt „zusammengeschlossen“ werden, um eine Art futuristische Hochgeschwindigkeitstrasse zu errichten, was mich schon im Traum erheitert, aber leider auch wieder mit einer Prüfung verbunden ist, an die ich mich nicht genau erinnern kann und die ich, natürlich, nicht bestehe…

So vergehen die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind, oder so ähnlich – frohes Fest!

PPS: Als ich diesen Text im Editor von WordPress zu bearbeiten begann, um ihn zu veröffentlichen, ist das Betriebssystem abgestürzt, zum Glück habe ich des Öfteren zwischengespeichert, denn erstens sind mir solche „Zufälle“ in den letzten Jahrzehnten etliche hunderte Male zu oft widerfahren, als dass ich sie noch als Zufälle ansehen könnte, und zweitens aber hat Jung über eben solche Vorkommnisse berichtet; von einem habe ich schon mehrfach gelesen. – Warum schreibe ich das jetzt auf; mir kann offensichtlich niemand aus diesem Budenzauber heraus helfen, schon gar nicht irgendwelche Absolventen des Studienganges Angewandte Sozialmathematik und Humanstatistik (volkstümlich „Psychologie“)?
PPS: Und eben, etwa um 13.10 Uhr (ich bin heftig am Korrigieren), war der ganze Blog weg (was noch nie passiert ist; es kam eine Fehlermeldung des Inhalts, dass die Website nicht funktionieren würde). Ich halte auch das nicht für einen Zufall – und dieses Empfinden ist auf biochemische Störungen in den Synapsen zurückzuführen, *hüstel*…

** Wie erst ca. 222 Mal angemerkt (man ist stolz auf seine Achtel-Bildung, man gönnt sich ja sonst nichts), sagt man nicht mehr „hysterisch“, sondern „histrionisch“. Tandaradei!
** 15.25 Uhr: Das ist ein ganz toller Verschreiber, den lasse ich stehen; Freud Euch des Lebens – es lebe die Libido (und alle schunkeln mit)!