(… es denkt in ihm – er macht ja nichts…)

Macht jemand den Chef, weil er den besten Durchblick hat, sowohl bei der sachlichen Aufgabe der jeweiligen Gruppe als auch in deren Beziehungsgeflecht, oder vor allem, was Letzteres betrifft, als das eigentlich Wesentliche, oder macht jemand den Chef, weil er gern, d. h., immer den Chef machen will, ja, aus seiner Sicht muss, bis zur neurotisch zwanghaft fixierten und schließlich Symptome erzeugenden Rolle zur Kontrolle der Wirklichkeit, die ihn einmal übermannt und überrollt haben muss? Und wie weit und oft wiederholt sich hier im Großen, was immer wieder im Kleinem  stattfindet? Aber wie sollte man hier einen Maßstab anlegen, zum Bestimmen wirklicher Eignung, und wer sollte sich anmaßen, ihn anzulegen? – Fragen einer Sozialhilfe empfangenden Marginal-Person, nicht nach Brecht… Bla.

(… zusammenfassend gesagt – der Klient sieht sich neuerlich, im Unbewussten, als Vorsitzender der Milchstraße… alles klar…)

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Musik und Text weniger als Ergänzungen, Erweiterungen, Zierde, Höhepunkte des Alltags, sondern Schutzschild gegen den Alltag, vermutlich auch gegen das Aufgehen in der Gruppe; siehe den Typen in der Spülküche im Haus der ewigen Kindheit, 1999*, der nach jeweils einigen gespülten Tassen und Tellern ein bisschen trommelt, als könnte das, die andere Welt, das Künstlerische, weg sein, wenn er sich ganz auf den Alltag einlässt… usw…

Schreiben, neuerdings vielleicht auch Musik machen, um im Alltag unter Menschen etwas wie Selbstgefühl zu entwickeln, sich nicht aufzulösen, sich nicht als Chamäleon der Umwelt anzupassen, ja, völlig in ihr aufzugehen, aber richtig  schreiben geht immer noch nicht, im Sinne von eine Geschichte ausdenken, in der man sich dann verlaufen könnte im mehrfachem Sinne. Bla.

Gejammer eines älteren Herrn, der sein Leben verplempert hat… (?)

Aber hier noch ein wenig herbstliche Melancholie im Westpark in Sendling, in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren…

Und alsogleich die dialektische Ergänzung, just itzt; blühende Sträucher in welkender Landschaft, ach…

Alles Haschen nach Wind!

* Wenn ihr wüsstet, was ich mir alles gemerkt habe, oder was sich mein Ubw hinter meinem Rücken  gemerkt hat, hoho! „Dem Klienten gelingt es nach wie vor nicht, sich angemessen aus dem therapeutischem Feld zu lösen!“, würde Dr. Freudlos sagen. Hat er ja Recht, allein, es ist, *hüstel*, wenig Freude dabei… Jedoch bin ich ja ohnehin Anhedoniker, ach… Und „Wer nicht genießt, ist ungenießbar!“, wie wiederum Dr. Wecker anmerkte, und auch er hat Recht… bla…