(… ob Mr. Martin auch an die Berliner Mauer gedacht hat…)*

Profis bringen jedes Jahr, oder alle paar Jahre, ein Album mit ein bis zwei Dutzend Titeln heraus, im Durchschnitt, etwa; ich könnte, und es geht nicht um künstlerischen Wert, der ohnehin höchst subjektiv empfunden scheint, jeden Tag ein Soundpic  erstellen – is‘ keine Arbeit! Arbeit ist… – aus dem Haus gehen, möglichst weit, dort mehr oder weniger engagiert einer mehr oder weniger geliebten Tätigkeit nachgehen, für deren Verrichtung man mehr oder weniger hinreichende Mengen gängiger Zahlungsmittel verabfolgt bekommt, und sich auf den Freitag, auf den Urlaub, auf die Rente freuen, anstatt etwas dafür zu tun, dass man mit positiver Spannung, mit hoffnungsfroher Erwartung usw., in der Lebenswelt leibhaftig erscheint, in der man einen großen Teil seiner Lebenszeit verbringt, nämlich in der Arbeitswelt, was weniger mit dem sachlichen Inhalt der Werktätigkeit zu tun haben könnte und mehr mit Psycho-Club, bla…

Arbeit ist… – sich jeden Tag aufs Neue an den Zustand des im Hier und Jetzt anwesend Seins heran mühen, in dem man sich als Kind ganz selbstverständlich zu befinden scheint. Daher könnten diese Schöpferqualen, bis zum Klischee abgenutzt und bis zur Karikatur zugespitzt dargestellt, der Künstler tobt mit wirrem Haar und irrem Blick aus seiner kargen Klause und dgl., Versuche sein, alles abzustreifen, was durch Tradition, Erziehung, Konditionierung usw. aufgeprägt wurde, um, schon wieder Klischee, zum Ursprung vorzudringen usf. – So was in der Art. Bla.

PS: Der heutige besonders herb-aromatische Klugschiss mit dieser feinen Note von Ost-Kompost im Abgang wurde Ihnen, nun schon zur Tradition geworden, präsentiert von Herrn K. aus der 5.Etage. Willa wieda die Welt retten, höhöhö.

* Da ich häufig missverstanden zu werden scheine, was mit mir zu tun haben könnte, hier die Anmerkung, dass ich Martin für einen grandiosen Autoren halte… falls das Jemanden interessiert