… noch mehr so „Relativierungen“…

… siehe letztes Posting, finden sich hier und dort… Is‘ ’n „Trend“… (?!)

Erwin Strittmatter war auch für mich der deutsche Aufschreiber, wie sich Strittmatter selbst benamste, von dem ich auch lange nach der Wende glaubte, er wäre „aus einem Stück“… ach ja, die Sehnsucht nach der heilen Welt, den einfachen Lösungen und den Lehrbuch-Vaterfiguren; eine Sehnsucht, die aber auch was mit den Zusammenbrüchen im 20. Jahrhundert zu tun haben dürfte.

(… nein, ich habe nicht die Wende verpennt, ich verarbeite die Abdankung des Kaisers… – ist auch wieder nicht nur „witzig“… immer wieder muss ich in diesem Zusammenhang an die eine Frau bei Maxie Wander denken, die sinngemäß sagte, fast wörtlich, wenn man an der roten Farbe kratzen würde, käme alles Mögliche zum Vorschein, bis zu Kaisers Zeiten… ich glaube, dass diese Behauptung noch heute ihre Berechtigung hat, vielleicht abgesehen von der roten Farbe… ich kenne mehrere Leute, mich selbst nicht eingeschlossen, die Wahrnehmungsmustern unterliegen, welche eindeutig aus kaiserlichen Zeiten stammen… hier greift das grandiose Wort von Rezzoris, Epochenverschleppung… so weit wieder der schriftlich gemurmelte Monolog eines resignierten Lumpenproletariers, der dennoch die Sehnsucht nach einer geistigen Ebene nicht weg gemacht bekommt, ach…)